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Rettung von Mass Effect 5 würde laut BioWare-Veteran über 200 Millionen Dollar kosten
Trotz 300.000 Petitionsstimmen warnt Trent Oster vor enormen AAA-Budgets. Ohne EA oder einen zahlungskräftigen Partner bleibt das Vorhaben chancenlos.
Die #SaveMassEffect-Bewegung ist weiter aktiv und verfolgt das Ziel, die Entwicklung des zuletzt von EA eingestellten fünften Teils zu sichern – entweder durch den Publisher selbst oder seitens eines anderen Unternehmens.
Unter anderem gibt es verschiedene Protestaktionen, rund um den N7 Day sind weitere Aktivitäten geplant und sogar die kanadische Regierung wird dazu aufgefordert, das Entwicklerstudio BioWare zu retten.
Trent Oster gehörte 1995 zu den Mitgründern von BioWare und leitete unter anderem die Entwicklung von Meilensteinen wie Neverwinter Nights. Nach seinem Abschied gründete er das Studio Beamdog, das sich auf Remaster legendärer Computer-Rollenspiele spezialisierte.
Das Interesse ist angesichts einer Petition mit mehr als 300.000 Unterzeichnern durchaus vorhanden, allerdings wäre nach Angaben von BioWare-Veteran Trent Oster erhebliche finanzielle Mittel erforderlich, um ein solches Projekt zu stemmen.
"Das Beängstigende an Mass Effect ist, dass die Spielerschaft absolute AAA-Spitzenklasse verlangt", schreibt Oster, der die Bewegung selbst unterstützt, in einem Social-Media-Beitrag.
"Grob geschätzt – gemessen an vergleichbaren aktuellen Titeln – reden wir hier von über 200 Millionen Dollar. Das ist eine gewaltige Summe, die man vorab investieren muss. Es braucht einen weitsichtigeren Plan für die Marke, damit diese Rechnung am Ende aufgeht."
Nötig wäre somit ein Konzern, der bereit ist, ordentlich Geld dafür in die Hand zu nehmen. Gleichzeitig müsste Electronic Arts überhaupt die Bereitschaft zeigen, die Mass-Effect-Marke zu lizenzieren oder zu verkaufen. Mit Blick auf die Vergangenheit ist der Publisher eher dafür bekannt, ungenutzte Marken im Archiv verstauben zu lassen.
So viel Zuspruch die Kampagne auch erfährt, am Ende steht und fällt alles – wie so oft – am Geld. Ohne finanzstarken Partner und die Freigabe durch EA wird hier wohl nicht viel möglich sein.