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Nach der EA-Übernahme greifen Silver Lake und der PIF offenbar nach Unity
Die Engine-Macher beraten sich offenbar bereits über ihre Optionen. Ein Reuters-Bericht deutet auf den nächsten Milliarden-Deal der Spielebranche hin.
Nach der Übernahme von Publisher Electronic Arts will das Investorenkonsortium um das Private-Equity-Unternehmen Silver Lake Partners und Saudi-Arabiens staatlichen Investmentfonds PIF offenbar als Nächstes den Software- und Engine-Spezialisten Unity kaufen.
Unter Berufung auf eine vertrauliche Quelle berichtet Reuters, dass die Investorengruppe in den vergangenen Wochen an Unity herantrat.
Unity wurde 2005 veröffentlicht und gilt als eine der weltweit wichtigsten Spiel-Engines. Besonders im Indie- und Mobile-Markt ist sie wegen ihrer Zugänglichkeit dominant. Neben dem Gaming-Sektor wird die Technologie zunehmend für Filmproduktionen und industrielle 3D-Simulationen eingesetzt.
Silver Lake hält bereits etwa 8 Prozent der Anteile an Unity, zuletzt erreichte das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von rund 21,5 Milliarden US-Dollar. Der Nachrichtenagentur zufolge berät sich Unity mit einer Investmentbank, um die eigenen Optionen auszuloten. Gespräche befänden sich angeblich noch in einer frühen Phase und ein Deal sei bisher nicht unter Dach und Fach.
Nach dem 55-Milliarden-Dollar-Kauf von EA – gemeinsam mit Jared Kushners Affinity Partners – wäre dies für Silver Lake und den PIF die nächste große Übernahme in der Branche.
Seit dem EA-Deal baut der Publisher den Konzern deutlich um, im Zuge dessen wurden zuletzt das kanadische Traditionsstudio BioWare geschlossen und die Entwicklung von Mass Effect 5 eingestellt.
Auf der Unity-Engine basieren unter anderem Hits wie Genshin Impact, Hollow Knight, Among Us, Subnautica, Beat Saber und Pokémon Go. Nach dem Börsengang im Jahr 2020 expandierte Unity zudem über das reine Kerngeschäft mit der Engine hinaus: Das Unternehmen investierte in Werbetechnologie sowie breitere Echtzeit-3D-Software.