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Nier: Automata mit gigantischem 366-GB-Patch: Bizarrer Bug auf Steam lässt den Speicherplatz ansteigen
Ein Sprachupdate bläht die PC-Fassung dramatisch auf. Square Enix bestätigt das Problem bereits und rät Betroffenen zu einer simplen Übergangslösung.
Gestern hat Nier: Automata einen neuen Patch auf Steam spendiert bekommen, der zusätzliche Sprachoptionen liefert: Ihr könnt den Titel ab sofort auch auf Koreanisch sowie in vereinfachtem und traditionellem Chinesisch spielen. Allerdings bläht das Update die Dateigröße der PC-Fassung völlig absurd auf – von rund 50 GB auf satte 366 GB. Autsch! Und als wäre das nicht schon ärgerlich genug, ist das Update auch noch verpflichtend.
Schuld daran ist Berichten zufolge ein Bug, durch den jeder einzelne DLC der YoRHa Edition plötzlich genauso viel Speicherplatz beansprucht wie das Hauptspiel selbst. Der neue Download stapelt diese Datenmengen nun munter übereinander. „Nur Square Enix schafft es, aus 40 GB mit einem 8-GB-Patch ganze 366 GB zu zaubern“, bringt es ein frustrierter Steam-Nutzer in den Reviews auf den Punkt.
Falls auf eurer Festplatte kein Platz für diesen Speicherfresser ist – und das dürfte wohl den meisten so gehen –, gibt es glücklicherweise eine Übergangslösung. Square Enix bestätigte den Workaround über seinen japanischen Twitter-Kanal.
„Wir haben ein Problem festgestellt, bei dem der Installationsprozess nach dem neuesten Update der Steam-Version von Nier: Automata mehr Speicherplatz anfordert als vorgesehen“, teilte der Publisher mit. „Wir untersuchen derzeit die Ursache und arbeiten an einer Lösung. Die Unannehmlichkeiten bitten wir aufrichtig zu entschuldigen. Als vorübergehende Notlösung könnt ihr das Hauptspiel herunterladen, indem ihr die DLCs unter Steam → Eigenschaften → Zusatzinhalte abwählt.“
Die Situation entbehrt nicht einer gewissen Ironie: Während sich etliche Steam-Reviews darüber lustig machen, dass man praktisch 90 Prozent des gesamten Rechners plattmachen muss, um den Titel zu installieren, dreht sich im Spiel selbst erstaunlich viel darum, die installierten Chips und Softwareprogramme der eigenen Androiden-Protagonisten zu verwalten, um Stats und Skills zu verbessern. Wer das eigene Betriebssystem der mechanischen Hauptfiguren deinstalliert, schaltet sogar ein eigenes Ende frei. Man könnte fast meinen, Serienschöpfer Yoko Taro zieht hier eine brillante Meta-Psy-Op ab. Aber … nein, reine Spinnerei, oder? Oder?!
Apropos Taro: Anfang des Jahres erfuhren wir, dass „Nier Automata fortgesetzt wird“ – obwohl erst 2025 bekannt wurde, dass die meisten seiner jüngsten Projekte mitten in der Entwicklung eingestampft wurden. Darunter dürfte auch das von Tencent finanzierte Mobile-Game zu Nier gewesen sein, das 2024 den Stecker gezogen bekam, weil man offenbar kein funktionierendes Monetarisierungsmodell fand, um die immensen Entwicklungskosten wieder einzuspielen.