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Microsoft plant offenbar weitere Entlassungen bei Xbox
Xbox könnte vor der nächsten Entlassungswelle stehen. Laut Bloomberg plant Microsoft weitere Stellenstreichungen und Sparmaßnahmen. Asha Sharma spricht von einer Neuausrichtung des Unternehmens und kündigt eine Überprüfung von Investitionen an.
In einem neuen Bericht von Bloomberg (via Video Games Chronicle) scheint Microsoft weitere Entlassungen bei Xbox zu planen. Die Kündigungen sollen nach dem Ende des Geschäftsjahres am 30. Juni 2026 erfolgen. Noch ist nicht bekannt, wie viele Mitarbeiter von der möglichen Entlassungswelle getroffen sein werden. Zusätzlich sollen weitere Sparmaßnahmen bei Xbox folgen.
In einer Bloomberg-Tech-Konferenz trat die neue Geschäftsführerin von Xbox, Asha Sharma, an diesem Wochenende auf und erklärte, sie plane eine "Neuausrichtung des Unternehmens", das sich "nicht in einer gesunden Lage" befinde. Bereits in den vergangenen vier Jahren kam es zu vier größeren Entlassungswellen bei Xbox. Erst letztes Jahr baute Microsoft ganze 9.000 Stellen ab. Infolge der Entlassungen wurden einige Projekte bei Xbox eingestellt, darunter auch das Perfect-Dark-Reboot.
Am Mittwoch wurden E-Mails an die Mitarbeiter versendet, die Bloomberg vorlagen und später auch auf Xbox Wire veröffentlicht wurden. In dieser schrieb Sharma, dass das Xbox-Geschäft auf eine Gewinnmarge von 3 Prozent zurückgegangen sei.
"Ohne Activision Blizzard King haben wir in den letzten fünf Jahren über 20 Milliarden Dollar in laufende Investitionen in unsere Inhalte, unsere Plattform und die Hardware-Subventionierung gesteckt, doch unser Jahresumsatz ist in dieser Zeit um fast eine halbe Milliarde Dollar zurückgegangen. So kann es in Zukunft nicht weitergehen."
Aus der Stellungnahme von Sharma lässt sich schließen, dass Xbox im Zuge der Sparmaßnahmen sein Portfolio neu bewerten und prüfen könnte, in welche Studios und Projekte künftig investiert werden soll.
"Wir haben unser Studiosystem ausgebaut, als wir einen stetigen Nachschub an Inhalten benötigten, um verschiedene Strategien in den Bereichen Abonnements, Streaming und Geräte umzusetzen“, erklärte Sharma. "Dabei haben wir uns übernommen, als wir in einem Umfeld, in dem Inhalte immer leichter verfügbar sind, wechselnde Strategien umsetzten."
"Wir sind die glücklichen Verwalter von branchenprägenden Franchises, die über enormes Potenzial verfügen und bei den Spielern sehr gefragt sind, aber wir haben sie nicht ausreichend finanziert, um im Wettbewerb bestehen und gewinnen zu können."
"Gleichzeitig haben wir, wie wir am vergangenen Wochenende auf der Showcase gesehen haben, erkannt, dass ein zuverlässiger Nachschub an Exklusivtiteln von uns selbst und von Drittanbietern sowie an neuen IPs entscheidend für unseren Erfolg ist. Wir müssen das Gleichgewicht zwischen diesen Faktoren und unseren Investitionsprioritäten für die nächsten fünf Jahre neu bewerten."
Microsoft scheint erneut eine größere Entlassungswelle bei Xbox zu planen. Wie viele Beschäftigte es dieses Mal treffen wird, ist bislang unklar. Ebenso ist nicht bekannt, ob erneut Projekte eingestellt werden. Möglicherweise wird erst klar werden, wenn das Geschäftsjahr am 30. Juni 2026 zu Ende geht.