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Schüsse in Krakau: Staatsanwaltschaft geht Terrorismusverdacht nach
Nach den Schüssen in Krakau geht die Staatsanwaltschaft von Terrorismus aus. Sechs Menschen starben. Es gibt Hinweise auf eine "sehr radikale" Gesinnung des Schützen. Auch drei Familienmitglieder wurden erschossen.
Einen Tag nach den tödlichen Schüssen auf Passanten auf einem Marktplatz im polnischen Krakau ermittelt die Staatsanwaltschaft, ob es sich um eine terroristische Straftat handelt. Der Schütze hatte sechs Menschen im Alter zwischen 32 und 61 Jahren getötet, 15 weitere Opfer wurden teils lebensgefährlich verletzt.
Dem Täter werde daher die Tötung von sechs Personen und der versuchte Mord an zahlreichen weiteren Personen vorgeworfen, darunter Polizeibeamte, "wobei diese Tat einen terroristischen Charakter aufwies", teilte die Staatsanwaltschaft beim Kurznachrichtendienst X mit.
Der Schützen ist ein 24-jähriger Pole. Das Motiv hinter der Tat ist jedoch noch unklar. Ersten Hinweisen zufolge soll der Mann "sehr radikale Ansichten" vertreten haben, wie Polens Innenminister Marcin Kierwiński am Samstagabend mitteilte. Es gebe Anzeichen dafür, dass er von rechtsextremistischen Ideologien fasziniert gewesen sei, auch wenn dies noch näher überprüft werden müsse.
Die Polizei geht davon aus, dass der Schütze die Tat mit einer "Langwaffe militärischer Bauart" verübte, "möglicherweise ein halbautomatisches Sturmgewehr vom Typ AR-15". Ermittler fanden im Auto des Täters viele weitere Waffen und Munition.
Der 24-Jährige war am Samstagnachmittag mit einem Auto auf den belebten Marktplatz in Krakau gefahren und hatte wahllos auf Menschen geschossen. Zu den Opfern zählen den Angaben der Polizei zufolge auch mehrere ausländische Staatsbürger. Ein Brite kam ums Leben. Zudem stammt eines der verletzten Opfer aus Deutschland, wie das Auswärtige Amt bestätigte. Weitere vier Verletzte stammen aus Großbritannien, Portugal, Österreich und Russland.
Auf der Fahrt aus der Innenstadt heraus wurde der Schütze von der Polizei gestoppt. Es kam zu einem Schusswechsel, bei dem zwei Beamte lebensgefährlich verletzt wurden. Auch der 24-Jährige wurde vor seiner Festnahme angeschossen.
Ministerpräsident Donald Tusk würdigte die beiden Polizisten als "wahre Helden". Auch Innenminister Kierwiński dankte den Beamten in einem Beitrag beim Kurznachrichtendienst X. Justizminister Waldemar Żurek appellierte ebenfalls bei X an die Bevölkerung, Blut für einen der verletzten Polizisten zu spenden. Diese habe die seltene Blutgruppe AB Rhesus+ und kämpfe um sein Leben.
Ein Mann schoss in Krakau aus seinem Auto, er tötete sechs Menschen und verletzte viele weitere.
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Bereits gestern wurden im Elternhaus des Schützen in Ostrowiec Swietokrzyski drei Leichen entdeckt. Die Stadt liegt rund 180 Kilometer nordöstlich von Krakau.