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20 Jahre GeForce 8800 GTX: Nvidia setzt seiner Legende ein Denkmal
Am 8. November 2006 erschien die GeForce 8800 GTX und setzte neue Maßstäbe für Gaming-Grafikkarten. Genau 20 Jahre später lässt Nvidia die damalige High-End-GPU virtuell auspacken und in einen PC einbauen. Für den Ausflug ins Jahr 2006 wird allerdings überraschend leistungsfähige Hardware benötigt.
Seit Kurzem steht „GeForce 8800 GTX – 20 Years of a Legend“ kostenlos auf Steam bereit. Für die reguläre Fassung nennt der Store eine GeForce RTX 4070 und 32 GB Arbeitsspeicher als Mindestanforderungen. Dazu kommen 30 GB freier Speicherplatz. Empfohlen wird sogar eine RTX 5080.
Der Hardwarehunger hat seinen Grund in der aufwendigen Darstellung des nachgebauten Gaming-Zimmers. Die Unreal Engine stellt die Szene mit Pathtracing dar. Nvidia setzt dabei auf DLSS 4.5 mit Ray Reconstruction und Dynamic Multi Frame Generation sowie RTX Mega Geometry.
Entwickelt wurde die Demo vom Unreal-Engine-Künstler Dylan Browne mit Unterstützung von Nvidia. Spieler können die historische Grafikkarte aus ihrem Karton holen, näher betrachten und anschließend in einen zeitgenössischen PC einbauen. Im Zimmer finden sich außerdem Anspielungen auf die damalige Gaming- und Hardwarewelt. Für die reguläre Version wird der GeForce-Treiber 621.14 oder neuer vorausgesetzt.
Auch mit Grafikkarten von AMD und Intel lässt sich die Demo inzwischen ausprobieren. Dafür hat Browne einen gesonderten Steam-Zweig namens „non-nvidia-branch“ bereitgestellt, der sich über die Spieleigenschaften unter Betaversionen auswählen lässt.
In dieser Fassung fehlen die Nvidia-spezifischen Funktionen wie DLSS, Ray Reconstruction und Mega Geometry. Laut Entwickler müssen Nutzer deshalb Abstriche bei Bildqualität und Leistung hinnehmen. Die RTX 4070 ist somit die Mindestanforderung für die reguläre Nvidia-Version, nicht für sämtliche Fassungen der Demo.
Eine weitere Möglichkeit soll GeForce Now Ultimate bieten. Nvidia plant, die Demo auch über seinen Cloud-Gaming-Dienst zugänglich zu machen. Ein konkreter Termin steht noch aus.
Die originale GeForce 8800 GTX gehörte 2006 zu den bedeutendsten Grafikkarten ihrer Zeit. Mit dem G80-Chip führte Nvidia eine neue Architektur mit 128 vereinheitlichten Shader-Prozessoren ein. Hinzu kamen 768 MB GDDR3-Speicher an einem 384 Bit breiten Speicherinterface. Als eine der ersten Grafikkarten unterstützte die 8800 GTX zudem Direct3D 10.
Die Unified-Shader-Architektur erlaubte es, Pixel- und Vertex-Berechnungen auf denselben Recheneinheiten auszuführen. Zuvor waren dafür getrennte Shader-Einheiten zuständig. Auch für die spätere Nutzung von Grafikkarten als universelle Rechenbeschleuniger mit CUDA war die G80-Architektur ein wichtiger Schritt.
Im damaligen Test auf ComputerBase vom 8. November 2006 ließ die GeForce 8800 GTX die seinerzeit aktuelle Konkurrenz weit hinter sich. Bei 2.560 × 1.600 Pixeln mit Kantenglättung und Texturfilterung lag sie im Mittel 35 Prozent vor der GeForce 7950 GX2, die immerhin zwei Grafikchips auf einer Karte vereinte.