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Parteitag: FDP bündelt Kräfte für Landtagswahlen kommendes Jahr
Die FDP kämpft ums Überleben. Ihre letzte Chance dürften die Landtagswahlen kommendes Jahr sein. Während des digitalen Parteitags versuchte FDP-Chef Kubicki, die Liberalen als Gegengewicht zur Regierung zu etablieren.
Die Partei, die die modernste des Landes werden will, kämpft: zunächst mal mit technischen Problemen. "Die App öffnet nicht, meldet der Support", sagt einer der Teilnehmer. "Also die Technik kämpft weiter", sagt eine andere Teilnehmerin. "Wir sehen dich nicht, aber ich höre was rascheln." "Ja, die Digitalisierung mit all ihren Chancen und Risiken", fasst ein anderer zusammen.
Bei der FDP hakt es bei diesem digitalen Parteitag. Und auch sonst will nicht so recht Stimmung aufkommen, wie das eben so ist, wenn sich Delegierte aus dem Wohnzimmer zuschalten.
Parteichef Wolfgang Kubicki versucht es zwar mit Optimismus, findet aber nicht zur gewohnten rhetorischen Stärke: "Wir haben im nächsten Jahr entscheidende Wahlen vor uns, in Schleswig-Holstein, in Nordrhein-Westfalen, im Saarland, in Bremen und in Niedersachsen und ich bin sicher, wir alle werden dokumentieren im nächsten Jahr, dass die Freien Demokraten wieder da sind."
Analyse
08.11.2026
Die FDP steckt in einer tiefen Krise. Bislang konnte das auch ihr neuer Vorsitzender Kubicki nicht ändern.
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Vor allem auf Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen setzt die FDP. Ob sie die Fünf-Prozent-Hürde schafft oder wie in diesem Jahr bei allen Landtagswahlen daran scheitert - den Umfragen zufolge wird es eng. Es geht also um viel, weiß auch Bundesschatzmeister Michael Link, der Mann fürs Geld.
"Dafür brauchen wir jetzt maximale Energie, politisch, organisatorisch, aber eben auch finanziell", sagt Link. Die FDP will ran an das Geld ihrer Mitglieder und auch darum geht es bei diesem Parteitag. Denn der FDP, die kaum noch in Parlamenten vertreten ist, fehlt die staatliche Parteienfinanzierung. Und das in Zeiten steigender Preise.
Die Delegierten stimmen deshalb dafür, die Mitgliedsbeiträge leicht zu erhöhen. Mit mehr Geld in eine neue Zukunft? "Wir wollen die FDP zur modernsten Partei Deutschlands machen", sagt Svenja Hahn, die stellvertretende Bundesvorsitzende, eine der letzten in der FDP mit Mandat im Europäischen Parlament.
Das "alte Schlachtross" Wolfgang Kubicki soll künftig die FDP führen. Beim Parteitag wählten ihn aber weniger als 60 Prozent.
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