// EUROGAMER.DE — GAMING
Xbox-Chefin Asha Sharma denkt über “radikal andere Geschäftsmodelle” nach und deutet günstigere Konsole für 2026 an
In einem Interview spricht Xbox-Chefin Asha Sharma über die aktuelle Hardware-Krise und günstigere Konsolen. Es braucht wohl “radikal andere Geschäftsmodelle”.
Die frischgebackene Xbox-Chefin Asha Sharma hat die Leitung der Gaming-Sparte in einer wenig beneidenswerten Zeit übernommen. Steigende Kosten für Arbeitsspeicher und Speicherplatz haben Microsoft – und seine Konkurrenten Sony und Nintendo – dazu gezwungen, die Preise auf ein bisher ungekanntes Niveau anzuheben.
Der anhaltende Preisanstieg macht den Kauf der Hardware nicht nur für Millionen von Menschen unerschwinglich, sondern setzt Xbox auch unter Druck, kreative Wege zu finden, um die Kosten auszugleichen, und es sieht so aus, als hätte das Unternehmen diesbezüglich Pläne.
In einem kürzlich geführten Interview mit Fortune wurde Sharma direkt gefragt, ob es möglich sei, das Konsolengeschäft in der aktuellen Krise auszubauen, zumal das Unternehmen die Preise nicht einfach weiter erhöhen könne, um die explodierenden Kosten auszugleichen.
“Ja, seht mal, in all diesen Bereichen gibt es keine Patentrezepte”, sagte sie. “Wir werden also Geduld haben und unsere Pläne taggenau umsetzen, aber damit rechnen, dass es eine Weile dauern wird, bis sich das auf der Bilanz niederschlägt.”
“Was die Hardware angeht, befinden wir uns gerade in einer Krise. Das gilt für die gesamte Branche, die Kosten steigen exponentiell. Normalerweise machen sie zu diesem Zeitpunkt der Produktgeneration etwa 50 Prozent der [Einführungs-]Kosten aus, und wir sehen, dass sie um das 2,75-Fache gestiegen sind”, räumte sie ein.
“Also ja, die Preisgestaltung ist natürlich ein Hebel, aber wir müssen auch über andere Optionen nachdenken.”
Zu diesen Optionen gehören laut Sharma die Suche nach Möglichkeiten, die Kosten für die Herstellung der Konsole selbst zu optimieren, sowie die Entwicklung “verschiedener Modelle”, um mehr Menschen die “Nutzung der Konsole” zu ermöglichen.
Xbox hat in der Vergangenheit tatsächlich bereits mit Abo-Modellen für seine Konsole experimentiert. Xbox All Access war ein Programm, das es Spielern in den USA, Großbritannien und einigen anderen Ländern ermöglichte, eine Xbox Series X/S im Rahmen eines Mietkaufmodells zu erwerben, wobei sie über einen Zeitraum von 24 Monaten eine geringe monatliche Gebühr zahlten, ohne dass Vorabkosten anfielen. Das Programm, das auch den Game Pass umfasste, wurde inzwischen eingestellt, doch unter den aktuellen Umständen könnte eine Wiedereinführung durchaus Sinn machen.
Noch interessanter ist, dass Sharma andeutete, dass möglicherweise noch in diesem Jahr etwas Neues auf den Markt kommen könnte.