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Guild Wars 3: Das neue Setting steht fest, doch auf echte Gilden-Kriege müsst ihr verzichten
ArenaNet reist für das Online-Rollenspiel 1.000 Jahre in die Vergangenheit. Der Entwickler verspricht epische Lore-Momente ohne Abo-Gebühren oder Battle-Pass.
Guild Wars verdankt seinen Namen drei legendären Schlachten in der Spielwelt, die das Fundament der gesamten Story bilden. Doch selbst nach zwei Teilen und 20 Jahren habt ihr noch keine einzige dieser Schlachten selbst miterlebt. Und das wird sich wohl auch mit dem jüngst enthüllten Guild Wars 3 nicht ändern.
In einem neuen Video auf dem offiziellen YouTube-Kanal von Guild Wars blickt Entwickler ArenaNet ein wenig hinter die Kulissen und verrät mehr über das Setting von Guild Wars 3. Der neue Teil spielt rund 1.000 Jahre vor Guild Wars 1 – zu einer Zeit, als die Götter der Menschen noch durch das Königreich Orr wandelten.
Diese Götter verliehen den vertrauenswürdigsten Fraktionen des Königreichs – den namensgebenden, verfeindeten Gilden – magische Kräfte. Ihr dürft euch im Spiel einer Gruppierung namens Vaelwardens anschließen. Wichtig ist jedoch: Das sind nicht die Gilden, die der Reihe ihren Namen gaben. Jene bekämpfen sich erst viele Jahre später, nachdem die Götter Orr (wegen einiger Drachen-Eskapaden) im Streit um die magischen Blutsteine verlassen haben. Guild Wars 3 spielt also zu einer Zeit, bevor die Götter beschließen, ihre Sachen zu packen.
Trotzdem gibt es natürlich genug Bedrohungen abzuwehren. Das Video deutet bereits einige davon an: Ihr müsst euch etwa mit jenen anlegen, die keine Magie erhalten haben, sie aber erzwingen wollen, oder mit anderen, die ihre neu gewonnenen Kräfte für düstere Zwecke missbrauchen. Die historischen Ereignisse der eigentlichen Gilden-Kriege werdet ihr im Spiel also nicht erleben. Da die Götter im gewählten Setting noch präsent sind, müssten eure Charaktere weit über 100 Jahre alt werden, um einen der berühmten Konflikte in Aktion zu sehen.
ArenaNet wurde im Jahr 2000 von ehemaligen Blizzard-Veteranen gegründet und gehört zum südkoreanischen Publisher-Riesen NCSoft. Die offizielle Ankündigung von Guild Wars 3 im Jahr 2026 markiert das nächste spielerische Großprojekt, nachdem der Vorgänger über 14 Jahre unterstützt wurde.
Das heißt aber nicht, dass Guild Wars 3 keine extrem spannenden Momente zu bieten hat. Vieles von dem, was in dieser Epoche in Orr passiert, liegt zwar im Dunkeln, doch es gibt einige Schlüsselereignisse, die die gesamte Reihe prägen. So schenkt der Gott Abaddon beispielsweise allen Völkern die Magie und nicht nur den Menschen, Grenth steigt als relativ neuer Gott in das Pantheon auf – und das ist längst nicht alles.
Wenn wir den tiefen Ausflug in die Lore mal kurz beiseite lassen: Das originale Guild Wars verdankte seinen Namen damals vor allem dem Fokus auf Gilde-gegen-Gilde- und Spieler-gegen-Spieler-Kämpfe. Weshalb es vielleicht gar nicht so wichtig war, ob ihr nun einen kanonischen Gilden-Krieg live miterlebt oder nicht. Trotzdem taucht diese Frage immer mal wieder auf, besonders bei neueren Spielern in der Community.
Guild Wars 3 war eine der spannendsten Enthüllungen auf dem diesjährigen Summer Game Fest und hat die Herzen der Fans bereits im Sturm erobert. Immerhin hat der Studioleiter schon bestätigt, dass es weder Abo-Gebühren noch einen Battle Pass geben wird. Bis zum Beta-Release im vierten Quartal 2027 könnt ihr euch also auf weitere Video-Deep-Dives freuen.