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Stad-Schiffstunnel - Fast 800 Millionen Euro, fast gescheitert, jetzt doch gebaut: Norwegen startet das weltweit einzige Bauprojekt seiner Art
Der Stad-Schiffstunnel kommt – dabei stand das norwegische Megaprojekt gleich zwei Mal vor dem Kentern. (© Kystverket)
Es ist ein beispielloses Projekt auf der Welt – und fast hätte es nicht stattgefunden. Die Rede ist vom Stad-Schiffstunnel in Norwegen, das nun endlich grünes Licht bekommen hat. Bei Stad handelt es sich um den ersten voll maßstäblichen Tunnel, der eigens für Seeschiffe errichtet wird. Der Baustart ist nun für Anfang 2027 geplant – über die Hinter- und Beweggründe berichteten wir bereits hier.
Der Kostenrahmen liegt bei 8,6 Milliarden norwegischen Kronen – umgerechnet rund 793 Millionen Euro. Zum Vergleich: Als das norwegische Parlament, das »Stortinget«, das Projekt 2021 bewilligte, lautete die Kostenschätzung noch 4,1 Milliarden Kronen.
Zuständig für den Bau ist die norwegische Küstenverwaltung »Kystverket«. Die Behörde gab am 8. Juni bekannt, die Auswertung aller drei eingereichten Angebote sei abgeschlossen – und man sei bereit, die Verträge zu unterzeichnen, sobald das Stortinget den revidierten Staatshaushalt endgültig beschließt. Das ist bis zum 19. Juni 2026 geplant.
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Der Tunnel soll an der schmalsten Stelle der Stad-Halbinsel im Westen Norwegens entstehen – zwischen dem Moldefjord und dem Kjødepollen am Vanylvsfjord. Er wird 1,7 Kilometer lang (inklusive der Ein- und Auslaufbereiche 2,2 Kilometer) 50 Meter hoch und 36 Meter breit.
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Das Projekt hatte einen turbulenten Weg (via NRK). 2021 bewilligte das Stortinget einen Kostenrahmen von 4,1 Milliarden Kronen – preisbereinigt später auf 5,3 Milliarden angepasst.