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Großbritannien plant hartes Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren
Premierminister Keir Starmer will das Gesetz noch vor Weihnachten durchbringen. Auch Gaming-Plattformen und Twitch sind von den Streaming-Verboten betroffen.
Großbritannien macht Ernst beim Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren. Die Regierung unter Keir Starmer will ein entsprechendes Gesetz noch vor Weihnachten verabschieden, damit es im Frühjahr 2027 in Kraft treten kann.
Betroffen wären davon unter anderem Plattformen wie TikTok, Facebook, YouTube, X, Snapchat und Instagram. Messenger wie WhatsApp oder Signal sind dagegen ausgenommen (via IGN).
"Ein komplettes Verbot ist die richtige Entscheidung ... Wenn es um die Sicherheit und das Glück unserer Kinder geht, bin ich zu keinen Kompromissen bereit", sagte Starmer dazu.
Auch das Live-Streaming soll für unter 16 Jahre alte Jugendliche verboten werden, was Gaming-Plattformen mit einschließt. In der Theorie bedeutet dies, dass Unternehmen wie Nintendo, Sony, Microsoft, aber auch Twitch ihre Richtlinien in Großbritannien anpassen müssen. Die Details dazu – und wie das Verbot überhaupt durchgesetzt werden soll – sind allerdings noch vage.
Großbritannien eifert damit Australien nach, wo ein ähnliches Verbot im Dezember 2025 in Kraft getreten ist. Portugal und Spanien könnten im nächsten Jahr nachziehen, während Dänemark die Grenze bei 15 Jahren ansetzt.
In Deutschland gibt es ebenfalls Diskussionen darüber, wenngleich ein solcher Schritt eher unwahrscheinlich erscheint. Zuletzt hatte sich der Ethikrat gegen ein Social-Media-Verbot ausgesprochen.
Der Labour-Politiker Keir Starmer ist seit Juli 2024 britischer Premierminister. Mit dem radikalen Verbot im Jahr 2026 verschärft seine Regierung den ohnehin strengen "Online Safety Act" des Vereinigten Königreichs, um eine weltweite Vorreiterrolle beim Jugendschutz einzunehmen.
"Wir sperren Jugendlichen unter 16 Jahren den Zugang zu sozialen Medien", erklärte Starmer. "Heutzutage müssen sich Kinder in einer Welt zurechtfinden, in der Technologie in jeden einzelnen Lebensbereich eindringt. Das kann ich einfach nicht mehr zulassen. Wir geben den Kindern ihre Kindheit zurück."
Ferner fasst die Regierung weitere digitale Einschränkungen für ältere Teenager ins Auge.