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KI-Update kompakt: KI-Redenschreiber, Fable & Mythos-Sperre, KI-Sorgen, Apple-KI
Das "KI-Update" liefert drei mal pro Woche eine Zusammenfassung der wichtigsten KI-Entwicklungen.
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Mehrere prominente Fälle haben in den vergangenen Tagen für Aufsehen gesorgt. Der Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt soll Reden und Gastbeiträge ganz oder teilweise von KI haben erstellen lassen, darunter einen Beitrag zum Holocaust-Gedenktag und eine Rede zum Gedenken an den verstorbenen ehemaligen Thüringer Ministerpräsidenten Bernhard Vogel. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung nahm einen seiner Gastbeiträge aus dem Netz. Auch Digitalminister Karsten Wildberger bestätigte den Einsatz von KI bei Reden, jedoch nur unterstützend. Beim Tagesspiegel darf Editor-at-Large Stefan-Andreas Kassdorff nach ähnlichen Vorwürfen keine Texte mehr veröffentlichen.
Aufgedeckt werden solche Fälle oft mit dem Tool „Pangram“, das selbst auf KI basiert. Seine Verlässlichkeit ist jedoch begrenzt: Kleine Änderungen am Text können das Urteil von null auf hundert Prozent KI-Anteil kippen lassen.
Anthropic muss seine Modelle Fable 5 und Mythos 5 weltweit abschalten. Auslöser ist nach Darstellung des Unternehmens eine Exportkontrolldirektive der US-Regierung, die ausländischen Staatsangehörigen den Zugriff verbietet, auch ausländischen Anthropic-Mitarbeitern in den USA. Die übrigen Claude-Modelle sind nicht betroffen.
Laut dem US-Magazin Semafor steckt der Verdacht dahinter, eine Gruppe mit Verbindungen zur chinesischen Regierung habe Zugriff auf Mythos gehabt. Das würde erklären, warum auch das streng reglementierte Mythos 5 gesperrt werden musste, nicht nur das ohnehin beschränkte Fable 5.
Amazon-CEO Andrew Jassy ließ laut Berichten mehrerer Medien seine Cybersicherheitsabteilung Fable auf Jailbreaks prüfen, also Tricks zum Umgehen der Sicherheitsfilter. Die Tester sollen gezeigt haben, dass die KI funktionierende Exploits für Sicherheitslücken in vier gängigen Programmen lieferte. Jassy meldete das US-Regierungsstellen.
Anthropic hat eine YouGov-Umfrage unter knapp 52.000 US-Amerikanern veröffentlicht. Größte Hoffnung ist die Heilung schwerer Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer mit 48 Prozent. Auf der anderen Seite sorgen sich 64 Prozent um den Verlust von Arbeitsplätzen, eine Furcht, die in jedem Bundesstaat an erster Stelle steht. 56 Prozent fürchten kognitive Abhängigkeit, 52 Prozent Fehlinformationen.
Praktische Erfahrung mildert die Skepsis: Wer KI täglich nutzt, fürchtet zu 54 Prozent um seinen Job, ohne Nutzung sind es 70 Prozent. Nur 15 Prozent vertrauen KI-Firmen bei Entscheidungen über Entwicklung und Einsatz der Technik.