// GAMESTAR — GAMING
Neue Paketregel - Temu, Aliexpress und Co. werden in zwei Wochen teurer
Ab 1. Juli 2026 fallen 3 Euro pro Warenart auf Billig–Pakete aus Nicht–EU–Ländern an – etwa bei Bestellungen über Temu und Shein. (© Ascannio via Adobe Stock)
Wer regelmäßig bei Temu, Shein oder Aliexpress bestellt, sollte sich die kommenden zwei Wochen vormerken: Ab dem 1. Juli 2026 wird der Einkauf bei Händlern außerhalb der EU spürbar teurer.
Der Grund ist eine neue Zollgebühr, die der Rat der Europäischen Union im vergangenen Februar verabschiedete: Wer Waren im Wert von weniger als 150 Euro bestellt, zahlt künftig pauschal 3 Euro – und zwar pro Warenkategorie, nicht pro Paket. Dieser Betrag fällt zusätzlich zur ohnehin fällige Einfuhrumsatzsteuer drauf.
30:10
Neue Spiele bis Ende 2026 - Vorschau-Video auf die kommenden Blockbuster
Für teurere Bestellungen fällt das vermutlich kaum ins Gewicht. Bei kleineren Bestellungen – der Verbraucherschutz Berlin nennt etwa eine Handyhülle als Beispiel – kann sich der Endpreis schnell vervielfachen. Eine Bestellung im Wert von 7 Euro könne demnach so am Ende knapp 20 Euro kosten.
Hinzu kommt: Manche Paketdienste schlagen noch eine eigene Pauschale für die Zollanmeldung drauf – immer dann, wenn der Versender diesen Schritt nicht bereits übernommen hat. Gerade bei niedrigpreisiger Ware rückt der Gesamtpreis damit schnell in eine Höhe, in der sich der Kauf im Nicht-EU-Ausland nicht mehr rechnet.
Hintergrund ist die Abschaffung der sogenannten De–minimis–Regel – dabei handelt es sich um die bisherige Freigrenze, nach der Sendungen unter 150 Euro vom Zoll befreit waren. Lediglich die Einfuhrumsatzsteuer fiel seit 2021 an.
Mit der Reform will die EU die Paketflut aus China eindämmen, die das Zollsystem zunehmend überfordert. Betroffen sind vor allem die Plattform–Riesen Shein und Temu, über die täglich Millionen Kleinsendungen nach Europa rollen.
Die perfiden Tricks der Billig-Online-Shops wie Temu, Wish und Co.: So werden wir manipuliert
Mit der 3–Euro–Pauschale ist das Thema indes nicht komplett abgehakt. Ab dem 1. November 2026 soll eine weitere Gebühr für Sendungen unter 150 Euro greifen, deren Höhe die EU–Kommission allerdings noch festlegen muss.