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Waldbrände in Europa: Was Reisende jetzt wissen müssen
In ganz Europa wüten derzeit Waldbrände, besonders heftig in Frankreich und Spanien. Auch beliebte Urlaubsregionen sind von den Feuern betroffen. Was Reisende jetzt wissen müssen.
Derzeit ist vor allem der Südwesten Europas von schweren Waldbränden betroffen. In Portugal, Spanien und Frankreich wüten die Feuer besonders schlimm. Zuletzt gab es zwar leichte Fortschritte im Kampf gegen die Flammen, doch die nächste nahende Hitzewelle schürt die Sorge, dass die Flammen wieder zunehmend außer Kontrolle geraten könnten.
Die Waldbrände im Südwesten Frankreichs bedrohen zunehmend auch die Tourismussaison rund um Bordeaux. Die Regierung rief Urlauber auf, vorerst nicht in die Gironde zu reisen. Die Regionalregierung setzte zudem den Betrieb von Ferienlagern und Pfadfinderlagern sowie von behindertengerechten Aufenthalten aus. Auch Sport- und Kulturveranstaltungen wurden im gesamten Departement vorläufig untersagt.
Der Präsident der regionalen Industrie- und Handelskammer sagte dem Sender BFM TV, der Tourismus sei bereits weitgehend zum Erliegen gekommen. Bislang wurden etwa 220.000 Menschen evakuiert.
Seit Tagen lodern im Südwesten Frankreichs und in Spanien verheerende Waldbrände.
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Reiserechtlich sind bei Naturkatastrophen wie Waldbränden immer Pauschalreisen am besten abgesichert. Wichtig ist, dass allein die Sorge vor möglichen Bränden kein Grund ist, um eine gebuchte Reise kostenlos zu stornieren. Stattdessen ist die Lage vor Ort zum Zeitpunkt der Reise entscheidend. "Eine Rolle spielt unter anderem die Entfernung zwischen dem konkreten Urlaubsort und dem Brand", erklärt die Deutschland-Sprecherin des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ), Karolina Wojtal.
Bei Rauch und Asche in der Luft oder Bränden ganz in der Nähe der gebuchten Unterkunft, können Kunden aufgrund von "unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umständen" kostenlos stornieren. Eine offizielle Reisewarnung ist laut einem Gerichtsurteil aus dem Jahr 2024 übrigens nicht nötig, wenn genügend andere Indizien für eine erhebliche Beeinträchtigung vorliegen - etwa Medienberichte.
Auch der Reiseveranstalter hat bei Naturkatastrophen das Recht, die Reise abzusagen. Der Reisepreis muss dann innerhalb von 14 Tagen erstattet werden. Bei Individualreisen hängt die Stornierungsmöglichkeit immer von den Bedingungen des jeweiligen Anbieters ab.
FAQ
28.07.2026
Welche Rolle spielt der Klimawandel? Und muss auch Deutschland künftig mit so schweren Bränden rechnen?
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