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Wissenschaft - Unsichtbarer Urozean unter unseren Füßen – Wie die frühe Erde riesige Wassermengen im Erdmantel versteckte
Ein spezieller Kristall bewahrte der Erde und somit auch uns das Wasser – und zwar inmitten einer der lebensfeindlichsten Umgebungen, die wir uns vorstellen können: die Frühzeit des Sonnensystems.
(Bildquelle: Adobe Firefly, generative KI)
Die biblische Hölle würde erblassen, sähe sie unsere Heimat vor 4,5 Milliarden Jahren. Ein tiefer Magmaozean umhüllte den Erdkern. Derweil steckte in dieser brodelnden heißen Masse schon, was uns das Leben schenkt: Wasser.
Wie überstand das empfindliche Molekül diese Phase? Forscher rätseln schon lange, wie genau es unser Planet vollbrachte, an seinem Nass festzuhalten – müsste es doch eigentlich aufgrund der extremen Hitze entweichen.
Eine im Fachjournal Science veröffentlichte Studie legt jetzt nahe, wie unser Planet sein Wasser über Äonen behüten konnte – bis die Zeit reif war.
Stellt euch vor, ihr seid ein Planet in seiner frühesten Form. Kugelig ausgeformt umkreist ihr einen jungen Stern. Um euch herum schwirrt ein Sturm aus Gestein und Eis – das pure Chaos. Fortwährend kracht es in Form von Asteroiden oder Kometen in eure noch glutflüssige Oberfläche aus Magma.
Fast 3.000 Kilometer tief, wird sie in einem steten Wechselbad aus Schmelzen, Fließen und Abkühlen gehalten. Über ihr spannt sich eine noch sehr dünne Atmosphäre aus Wasserdampf, Kohlendioxid und Stickstoff, die kaum Schutz vor dem Bombardement bietet.
Doch der Schauer aus Überresten der Entstehung des Sonnensystems bringt einen Schatz mit: Wasser, und zwar viel davon. So erging es schon nach altbekanntem Wissen auch euch, also unserer Heimat im sogenannten hadeanischen Erdzeitalter.
Neu ist hingegen der Verdacht, wie unser Planet in seinem Gesteinsozean Wasser sicher einschloss: im Mineral Bridgmanit.
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In Tiefen zwischen 660 bis 2.900 Kilometer machte Bridgmanit schon damals mehr als zwei Drittels des Gesteins aus. Neue Daten zeigen, wie es vielleicht so viel Wasser speichern konnte, wie heutzutage unsere gesamten Ozeane enthalten. Der untere Erdmantel glich einem gigantischen Schwamm für Feuchtigkeit.