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Arbeiten an Silicon Photonics: Globalfoundries erhält 300 Millionen US-Dollar Förderung
Optische Datenleitungen sollen künftig eine größere Rolle bei der Fertigung von Halbleiterchips spielen. An der allgemein als Silicon Photonics bezeichneten Technik arbeitet auch der Auftragsfertiger Globalfoundries. Für die weitere Erforschung erhält das Unternehmen nun eine Finanzspritze vom US-Handelsministerium.
Wie Globalfoundries per Pressemitteilung bekannt gibt, wurde eine Absichtserklärung mit dem Ministerium unterzeichnet. Das Handelsministerium der Vereinigten Staaten werde dem Auftragsfertiger voraussichtlich 300 Millionen US-Dollar bereitstellen, um unter anderem optische Materialien sowie entsprechende Packaging- und Wafer-Techniken weiterzuentwickeln. Globalfoundries verspricht sich davon eine Beschleunigung der Forschung, durch die letztlich auch die „US-amerikanische Führungsrolle im Bereich Silicon Photonics“ ausgebaut werden soll.
Vor allem in den Bereichen Hochleistungsrechnen (HPC) und Künstliche Intelligenz (AI) sieht die Branche einen Bedarf an Datenleitungen mit „Lichtgeschwindigkeit“. Neben der schnelleren Datenübertragung soll die neue Technik auch bei der Leistungsaufnahme und damit der Wärmeentwicklung von Chips Vorteile bieten.
Im Gegenzug soll das US-Handelsministerium einen Unternehmensanteil von rund 1 Prozent an Globalfoundries erhalten. Dabei orientierte sich das Ministerium offenbar an dem jüngsten Börsenwert des US-amerikanischen Halbleiterherstellers von rund 30 Milliarden US-Dollar.
Globalfoundries will nun auf der kürzlich eingeführten SCALE-Plattform (Silicon Photonics Co-Packaged Advanced Light Engine) aufbauen und mit neuer Technik und neuen Materialien unter anderem Near-Packaged Optics (NPO) und Co-Packaged Optics (CPO) ermöglichen. Für die SCALE-Plattform verspricht der Hersteller unter anderem Übertragungsraten von 400 Gbit/s (50 GB/s) sowie eine fünfmal höhere Energieeffizienz „gegenüber aktuellen Implementierungen“. Die Fertigung erfolgt in den US-Werken in Malta (New York) und Burlington (Vermont).
Globalfoundries war einst aus den ehemaligen Halbleiterwerken von AMD entstanden. Bei Silicon Photonics treffen beide wieder aufeinander, denn AMD wird voraussichtlich optische Technik von Globalfoundries bei seinen kommenden KI-Beschleunigern der Familie Instinct MI500 verwenden.
Dass AMDs Technikchef Mark Papermaster in der Pressemitteilung von Globalfoundries zitiert wird, ist daher keine Überraschung. Zu den potenziellen Abnehmern solcher Technik zählen aber auch Nvidia und auch dessen CEO Jensen Huang gratuliert zu diesem Schritt.
Die USA haben mit Intel zudem noch einen echten Pionier im Bereich Silicon Photonics im eigenen Land. Firmen wie Nvidia halten sich aber mehrere Türen offen und arbeiten zum Beispiel auch mit TSMC im Bereich Silicon Photonics zusammen.