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Russische Rakete über Polen abgestürzt?
Ein Flugobjekt ist in der Nacht in den polnischen Luftraum eingedrungen und bei Lublin abgestürzt. Regierungschef Tusk sagte, es könnte sich dabei um eine russische Rakete handeln. In der Nacht hatte Russland die Ukraine massiv angegriffen.
Während schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine ist ein Flugobjekt in Polens Luftraum eingedrungen und abgestürzt. Der mutmaßliche Einschlagsort liege auf unbewohntem Gebiet nahe dem Ort Tarnawa Kolonia südlich von Lublin, teilte das Oberkommando der polnischen Streitkräfte mit.
In der Stadt im Osten des Landes war in den frühen Morgenstunden Luftalarm ausgelöst worden. Die Polizei in Lublin teilte auf X mit, Anwohnerinnen und Anwohner hätten in den Morgenstunden einen gewaltigen Knall gemeldet. In der Nähe von Tarnawa Kolonia fanden Polizisten einen Krater von zehn Metern Durchmesser.
In beiden ukrainischen Städten waren nach Medienberichten Explosionen zu hören.
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In der Mitteilung des Oberkommandos heißt es, gegen 3:40 Uhr morgens sei im polnischen Luftraum ein nicht identifiziertes Objekt entdeckt worden, das sich in westliche Richtung bewegte. Ein Kampfjet vom Typ F-16 sei zur Erkennung aufgestiegen. Das Flugobjekt sei danach wieder vom Radar verschwunden. Die Besatzung eines Hubschraubers habe später den Absturzort identifiziert.
Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosziniak-Kamysz sprach von einer "außerordentlich schweren Nacht für unsere Luftverteidigung, Überwachungs- und Abwehrsysteme". Derzeit werde an der Absturzstelle geklärt, um welche Art von Flugobjekt es sich handele.
Regierungschef Donald Tusk sagte in Lublin, es könnte sich um eine russische Rakete handeln. Es sehe danach aus, aber es gebe noch keine hundertprozentige Sicherheit.
Russland führt seinen Krieg gegen die Ukraine auch in unmittelbarer Nähe zu NATO-Staaten.
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Die Führung in Kiew sieht die Verantwortung für den Vorfall eindeutig bei Russland. "Über Nacht ist während eines massiven russischen Angriffs auf die Ukraine ein russischer Marschflugkörper vom Typ CH-101 in Polen eingedrungen und hat den Luftraum der NATO verletzt", schrieb der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha auf X.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verurteilte die Verletzung des polnischen Luftraums auf das Schärfste. "Unsere Unterstützung für die Ukraine und unsere Verbündeten ist unerschütterlich", erklärte er auf der Online-Plattform X. Es stehe die "kollektive Sicherheit" auf dem Spiel, so Macron.