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Deutsche Wirtschaft mit Mini-Wachstum
Die deutsche Wirtschaft ist trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg zuletzt minimal gewachsen. Zuvor hatten bereits die jüngsten Konjunkturdaten wie Industrieaufträge, Produktion und Exporte nach oben gewiesen.
Die deutsche Wirtschaft ist im Frühjahr gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt stieg von April bis Juni um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt heute nach einer ersten Schätzung mitteilte.
"Die Zahlen sind inklusive der Aufwärtsrevision für das erste Quartal besser als gedacht", sagte Jens-Oliver Niklasch, Analyst bei der Landesbank Baden-Württemberg. Es ist bereits das dritte Plus in Folge: Im Schlussquartal 2025 reichte es zu einem Wachstum von 0,3 Prozent, in den ersten drei Monaten 2026 zu einem Plus von 0,4 Prozent.
Deutschlands führende Wirtschaftsforscher treten massiv auf die Bremse.
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Zuletzt hatten die jüngsten Konjunkturdaten bereits alle nach oben gewiesen. Industrieaufträge, Produktion, Exporte, Baugenehmigungen und Einzelhandelsumsatz zogen jeweils an. In der Industrie sind die Auftragsbücher mittlerweile so gut gefüllt wie noch nie seit Beginn der Statistik 2015. Auch die Reichweite des Auftragsbestands liegt mit 8,9 Monaten auf Rekordniveau.
Der Bundesbank zufolge könnten die deutsche Exporteure davon profitiert haben, dass ihre internationalen Wettbewerber - vor allem in Asien - stärker von Engpässen bei Vorprodukten betroffen waren. "Alles in allem scheint die Stimmung schlechter zu sein als die Lage. Die Befürchtungen hinsichtlich der Auswirkungen des Konflikts am Persischen Golf haben sich bislang als nicht stichhaltig herausgestellt", so Analyst Niklasch.
Die Stimmung unter deutschen Unternehmen hat sich weiter verbessert.
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Gestützt wird die Konjunktur auch von der Politik. Sie steckt Milliarden in Infrastruktur und Rüstung. DekaBank-Chefvolkswirt Ulrich Kater betont: "Eine richtige Aufbruchstimmung hat das Reformpaket der Bundesregierung noch nicht hervorgebracht, es ist trotzdem ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung."
Wohl auch deshalb hat sich die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft im Juli bereits den dritten Monat in Folge aufgehellt, wie das ifo Institut bei seiner Umfrage unter 9.000 Managern aller Branchen herausfand. Das Barometer liegt mit 86,6 Zählern allerdings immer noch deutlich unter dem unmittelbar vor Ausbruch des Iran-Kriegs im Februar erreichten Wert von 88,5 Punkten.
"Die deutsche Wirtschaft ist bereit, Schwung aufzunehmen", sagt ifo-Umfragechef Klaus Wohlrabe. "Für die Gesamtwirtschaft zeichnet sich ein leichter Aufwärtstrend ab." In der zweiten Jahreshälfte dürfte sich laut ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser die Erholung denn auch fortsetzen.