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PS5: Sony sichert Konsolen-Nachschub bis 2027 trotz weltweiter Speicherkrise
Der KI-Boom treibt Hardware-Preise rasant in die Höhe. Einem aktuellen Finanzbericht zufolge bleibt die Produktion der PlayStation 5 aber vorerst gesichert.
Erst gestern haben wir erfahren, dass bei Nvidia-GPUs ein weiterer Preisanstieg von bis zu 30 Prozent ansteht. Der Hunger nach Hardware für generative KI verschärft die Komponentenkrise massiv. Auch die Kosten für Computing-Hardware schießen weiter durch die Decke. PlayStation hat allerdings versprochen, genügend Speicher gebunkert zu haben, um den Sturm unbeschadet zu überstehen – zumindest vorerst.
In dem jüngsten Finanzbericht (in dem PlayStation auch betonte, nicht von der rein digitalen Ausrichtung abzurücken), verkündete Sony gute Neuigkeiten: Man hat sich ausreichend Speicher gesichert, um die Nachfrage nach der PS5 bis März 2027 zu decken.
"Was die Auswirkungen der Speichermarkt-Bedingungen auf die PlayStation 5-Hardware angeht: Wir haben die nötige Menge an Speicher gesichert, um unser geplantes Verkaufsvolumen für das Geschäftsjahr 2026 zu decken. Unser Plan für die Hardware-Profitabilität im Geschäftsjahr 2026 bleibt unverändert und auf einem ähnlichen Niveau wie im Geschäftsjahr 2025", heißt es in dem Statement.
Generative KI-Modelle erfordern für das Training und den Betrieb gigantische Mengen an extrem schnellem Speicher (wie HBM). Die massive Nachfrage der Tech-Giganten bindet fast alle Kapazitäten bei den Chipherstellern, was Speicherbausteine branchenübergreifend rar und teuer macht.
Im September und Oktober erwartet uns eine riesige Welle an neuen Spielen. Die Spieleindustrie weicht damit dem gigantischen Release von GTA 6 gezielt aus. Kein Wunder also, dass die zweite Jahreshälfte 2026 für Sony extrem wichtig wird. Der Launch von Rockstars heiß erwartetem Sandbox-Game wird die PS5-Verkäufe zweifellos ankurbeln. Dazu kommen zahlreiche weitere Triple-A-Releases und Plattform-Exklusivtitel wie Marvel's Wolverine. Die kürzlichen Preiserhöhungen der PlayStation 5 scheinen die Konsumenten dabei kaum abzuschrecken.
Es ist spannend, dass Sony (zumindest kurzfristig) mit steigenden Verkaufszahlen rechnet. Noch Anfang des Jahres ging das Unternehmen davon aus, dass die PS5-Verkäufe zurückgehen – bedingt durch den Speichermangel durch generative KI und steigende Preise. Es bleibt abzuwarten, wie viele Konsolen Sony ab März 2027 überhaupt noch produzieren kann. Andere Hersteller wie Steam und Microsoft haben bereits berichtet, wie sich die Speicherkrise auf die Verfügbarkeit von Geräten und die Preise für Konsumenten auswirkt. Auch Nintendo bleibt von der anhaltenden Hardwarekrise nicht verschont.
IGN merkt an, dass PlayStation weiterhin profitabel bleibt, selbst wenn die PS5-Verkäufe weiter sinken sollten. Im ersten Quartal 2026 verkaufte Sony 1,6 Millionen PS5-Konsolen. Die monatlich aktiven PlayStation-Nutzer erreichten im Juni 125 Millionen Accounts. Allerdings gibt es auch negative Auswirkungen auf die Kasse des Unternehmens: "Investitionen für die Next-Gen-Plattform und Umstrukturierungskosten" belasten die Finanzen. Nach allem, was wir bisher wissen, können wir davon ausgehen, dass die PS6 teurer wird als wir es von früheren Generationen gewohnt sind. Und ihr Launch wird wohl auch noch auf sich warten lassen.
Die Speicherkrise wird sich allem Anschein nach noch weiter verschärfen, bevor Besserung in Sicht ist.