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Plan für 2026: Microsoft will Windows 11 (jetzt wirklich) für 8 GB RAM optimieren
Microsoft arbeitet seit Anfang des Jahres an der Runderneuerung von Windows 11, nun verkündet der Konzern einen Fahrplan für die zweite Jahreshälfte. Im Fokus steht der RAM-Verbrauch. Das Betriebssystem soll künftig auch mit 8 GB klarkommen.
Die Vorhaben beschreibt Pavan Davuluri in einem Blog-Beitrag. Konkret verspricht er Optimierungen, von denen der RAM-Verbrauch generell profitieren soll. Windows 11 soll damit schneller und flüssiger reagieren. 8 GB werden aber klar als Ziel genannt, an dem man bis zum Jahresende arbeiten will.
Angesichts der aktuellen Speicherkrise, die unter dem Schlagwort RAMageddon läuft, ist das Ziel relevant. Systeme mit 8 GB RAM kommen wieder in den Markt, spätestens seit Apples MacBook Neo. Der Haken bei Windows-Geräten: Selbst Microsoft bekommt es beim Surface nicht hin, das Betriebssystem effizient auf 8 GB RAM laufen zu lassen.
Das zeigte zuletzt ein Test von The Verge. Direkt nach dem Start ist der RAM-Verbrauch noch vertretbar. Bei normaler Nutzung mit verschiedenen Apps im Hintergrund mehreren offenen Browser-Tabs kommt das System schnell an die Grenzen. Dieselben Erfahrungen machte ComputerBase im Test der Basisversion vom Dell XPS 13. Von der bisherigen Empfehlung für 16 GB RAM für den Betrieb von Windows 11 kann sich der Konzern noch nicht lösen.
Wie Davuluri im Blog-Beitrag bestätigt, setzt Microsoft an verschiedenen Stellen im Betriebssystem an, um den RAM-Verbrauch zu reduzieren. Effizienter sein soll künftig der „memory allocator“ von Windows 11, der Apps und Komponenten die RAM-Kapazitäten zuteilt.
Ein weiterer Aspekt ist der Wechsel auf das WinUI-Framework. Den Plan verfolgt Microsoft ohnehin: Apps und Windows-Komponenten sollen künftig weniger die Web-Frameworks wie Chromium und WebView2 verwenden, die Browser-Instanzen im Hintergrund laufen lassen. Bei Chromium und WebView2 verspricht Davuluri jetzt aber auch Fortschritte beim RAM-Verbrauch.
Optimiert wird der RAM-Verbrauch in Bereichen wie dem Datei-Explorer. Ebenso sollen das Startmenü und die Suche schneller und effizienter laufen.
Zu den weiteren Entwicklungsschwerpunkten, die Davuluri für die zweite Jahreshälfte in Aussicht stellt, zählen ein optimierter Setup- und Einrichtungsprozess, eine vereinfachte Kindersicherung sowie Verbesserungen bei der Sprachsteuerungen. An den bislang angekündigten Neuerungen wird weiter gearbeitet.
Dazu zählen etwa das personalisierbare Startmenü sowie die bewegbare Taskleiste. Letztere Funktion hat mittlerweile den Beta-Kanal im Windows Insider Program. Erneuert wird zudem die Windows-Suche und Microsoft gibt den Nutzern mehr Kontrolle in Bereichen wie Windows Updates.