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Project Skyline im Test: Hoch hinaus mit reichlich Ärgerpotenzial
Zwischen Deckbuilding und rücksichtsloser Gebietskontrolle entsteht in diesem Brettspiel ein taktisches Duell, bei dem kein Bauwerk lange sicher ist
Autoren wie Reiner Knizia, Richard Garfield oder Uwe Rosenberg dürften den meisten, die tief in der Brettspielszene verwurzelt sind, vermutlich ein Begriff sein. Mittlerweile können sie allesamt auf einen gigantischen Backkatalog von erfolgreichen Spielen zurückblicken. Doch auch diese Star-Autoren haben irgendwann einmal ihre Karriere mit dem ersten Titel begonnen. Vor diesem langen Weg steht möglicherweise nun Florian Maas, der sein erstes Projekt beim österreichischen Verlag Piatnik veröffentlicht hat. In Project Skyline werdet ihr mit großen Bauvorhaben in den Metropolen New York oder Tokyo beauftragt und buhlt darum, der beste Architekt der gesamten Stadt zu werden.
Was ist Project Skyline: Das bereits erhältliche Spiel „Project Skyline“ von Autor Florian Maas ist im Verlag Piatnik erschienen und kostet etwa 35 Euro. Es richtet sich an Spielgruppen von zwei bis vier Personen ab einem Alter von 12 Jahren und bietet eine durchschnittliche Spieldauer von rund 60 Minuten.
Als Architekt rüstet ihr euch zunächst mit ausreichend Baumaterial aus. Dazu zählen insbesondere dreißig Plastik-Etagen in der gewählten Farbe, die ihr in den nächsten Zügen kreuz und quer im Stadtgebiet verteilen werdet. Weiterhin wird jeder mit einem identischen Set aus acht Karten ausgestattet. Bei diesen acht Karten wird es nicht lange bleiben. In jedem Zug werdet ihr die Gelegenheit bekommen, neue Karten zu erwerben oder welche aus dem Bestand aufzuwerten. Letzteres ist eine ziemlich mächtige Aktion und kann nur wenige Male pro Partie durchgeführt werden. Überlegt euch also gut, welche Karten ihr in euer Deck aufnehmen wollt. Egal, für welche Karte ihr euch entscheidet, in den allermeisten Fällen wird dafür etwas Kleingeld fällig. Münzen stellen in Project Skyline nicht nur Ressourcen dar, sondern gelten gleichzeitig als Siegpunkte. Jede neu erworbene Karte wird somit direkt auf der Siegpunktskala abgezogen.
Die Investition kann sich aber natürlich sehr schnell wieder auszahlen, denn mit den Karten bringt ihr insbesondere eure Etagen auf den Spielplan. Je nach Karte dürft ihr eine oder auch mal gleich mehrere Etagen in vorgegebenen Gebieten unterbringen und euer Einflussgebiet damit ausweiten. Einige Aktionen erlauben es euch aber auch, bereits ausgelegte Etagen zu versetzen oder gar weitere Karten nachzuziehen. Viele Karten auf der Hand bedeuten in Project Skyline viele Möglichkeiten. Seid ihr am Zug, dürft ihr beliebig viele Karten mit dem gleichen Symbol ausspielen. Durch die Zusammenstellung eures Decks könnt ihr euch so Synergien erschließen und der Konkurrenz hoffentlich davoneilen.
Wenn ihr aber einfach nur planlos möglichst viel Plastik ins Stadtgebiet schiebt, dann werden bei euch die Kassen vermutlich nicht besonders häufig klingeln. Auf dem New Yorker Spielplan versucht ihr insgesamt acht Monumente mit dem zentralen Wahrzeichen der Stadt zu verbinden. Habt ihr am Ende eures Zuges eine durchgehende Linie von einem (oder auch mehreren) Monumenten zum Wahrzeichen durchgezogen, winkt euch ein Bonus. Kleines Problem: Bei der Wertung zählen immer nur die oberen Stockwerke. Wird die eigene Etage von einem Mitspieler überbaut, gilt die Linie als durchbrochen und kann nicht gewertet werden.
Macht euch also auf ein intensives Ringen um die wichtigsten Bauplätze gefasst. Wer in einem Feld von ganz oben grüßt, kann sich jederzeit ändern. Es gibt allerdings ein Maximum von sieben Etagen. Wer das letzte Stockwerk in einem Bezirk platziert hat, hat sich hier die Kontrolle bis zum Ende der Partie gesichert. Der alternative Spielplan Tokyo funktioniert ein wenig anders. Hier kassiert ihr einen Bonus, wenn ihr eine geforderte Anzahl von benachbarten Bezirken kontrolliert, indem ihr dort die oberste Etage errichtet habt. Die Boni bringen euch manchmal direkt ein paar Münzen ein, manchmal aber auch zusätzliche