// STADT-BREMERHAVEN — MODA & SOCIETÀ
OLED-Displays liegen trotz wirtschaftlicher Krisen im Trend
von André Westphal
Aug. 2, 2026 |
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Trotz der aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen prophezeien die Marktforscher von Omdia, dass die Auslieferungsmengen von größeren OLED-Bildschirmen in diesem Jahr um 18,8 % wachsen werden. Das Wachstum soll dabei aber weniger von Fernsehgeräten ausgehen, sondern vielmehr von Monitoren und Notebooks, welche man ebenfalls zu den „Large-area OLEDs“ rechnet.
Das Wachstum von OLEDs wird aber wohl auf einen schrumpfenden LCD-Markt treffen. Deswegen rechnet Omdia damit, dass der Gesamtmarkt um 2,3 % schrumpfen wird. Denn die LCD-Auslieferungsmengen, welche für den Löwenanteil stehen, könnten um 3 % fallen, wenn man mit 2025 vergleicht.
Blickt man nur speziell auf OLED-Monitore und Notebook-OLED-Displays, dann könnte ein Wachstum von 66 bzw. 34 % drin sein. Im Bereich der Fernsehgeräte wiederum könnte es recht heterogen zugehen. Da nimmt Omdia etwa an, dass die LCD-Auslieferungsmengen für TVs unter 65 Zoll um 5,9 % sinken könnten. Doch darüber sollte sich ein Wachstum von 8,4 % ergeben. Im Klartext wandern in vielen Regionen die Kunden zu größeren Bildschirmdiagonalen ab.
Ansonsten ist das Problem der TV-Hersteller: Auch sie sind von der Speicherkrise und steigenden Komponentenpreisen betroffen. Für sie ist es aber schwerer, die Kosten an die Kunden weiterzureichen. Sollte das doch ab der 2. Jahreshälfte 2026 geschehen, dürften die Verkaufszahlen hinter dem Vorjahr zurückbleiben. Jedoch gehen viele Anbieter andere Wege. Sie sind gewillt, geringere Margen zu schlucken, weil sie stattdessen die Auswertung von Nutzungsdaten und das Forcieren von Werbung vorantreiben.
Da hat kein Anbieter eine weiße Weste, denn LG (webOS), Samsung (Tizen) oder Hisense (VIDAA) bauen fleißig immer mehr Werbung auf dem Homescreen und in anderen Bereichen der TV-Oberfläche ein. Zusätzlich spielt man auch Werbung über seine FAST-Angebote wie die LG Channels oder Samsung TV Plus aus. Weitere Einnahmen kommen durch Shortcuts herein, welche die Hersteller für Streaming-Dienste auf ihren Fernbedienungen integrieren – natürlich nicht gratis.
Deswegen kann ich auch nochmal denjenigen klar sagen, die oft in den Kommentaren einen „Dumb-TV“ wünschen: Wird nicht kommen. Die Verkaufspreise der Smart-TVs werden dazu zu stark durch die Integration von Werbung und Co. niedrig gehalten.
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