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Xbox Series X/S: Microsoft erhöht die Konsolen-Preise in Europa um bis zu 200 Euro
Ab sofort gelten die neuen Kosten für Hardware-Käufer. Wegen der anhaltenden Komponenten-Krise müssen Fans für das stärkste Disc-Modell nun knapp 800 Euro zahlen.
Wir kennen jetzt das volle Ausmaß der Preiserhöhungen für die Xbox Series X/S in Europa. Bereits vor zwei Monaten hatte Xbox eine Kostensteigerung zum 1. August angekündigt, nannte damals jedoch nur konkrete US-Preise.
Dort kletterten die Kosten für die 512-GB-Modelle um 100 US-Dollar. Bei den 1-TB-Varianten fielen 150 US-Dollar mehr an. Da die neuen Preise mittlerweile in Europa gelten, wissen wir nun, wie es hierzulande aussieht – es ist ein beträchtlicher Anstieg.
User im ResetEra-Forum haben entsprechende Preise zusammengetragen. Die Angaben zeigen, dass das 1-TB-Modell der Xbox Series X ganze 200 Euro mehr kostet als bisher – das gilt sowohl für die Disc-Version als auch für die Konsole ohne Laufwerk. Ähnlich sieht es bei der Series S mit 1 TB Speicherplatz aus, während es beim 512-GB-Modell einen Aufschlag von 150 Euro gibt.
Im November 2020 kam die Xbox Series X hierzulande für 499,99 Euro auf den Markt. Knapp sechs Jahre später ist die Konsole somit 300 Euro teurer geworden.
Seit mehreren Jahren kämpft die globale Tech-Industrie mit Lieferengpässen bei Halbleitern und stark gestiegenen Produktionskosten für Speicherchips – Grund ist der KI-Boom. Dies zwingt viele Hersteller von Unterhaltungselektronik dazu, die Margen durch spätere Preiserhöhungen beim Endkunden abzusichern.
Microsoft machte im Juni die aktuelle Komponenten-Krise für diesen Schritt verantwortlich. Diese betrifft die gesamte Branche für Unterhaltungselektronik. Neben Xbox haben auch PlayStation und Nintendo die Preise angehoben.
"Wir hatten eigentlich gehofft, dass keine weitere Preiserhöhung nötig wird", teilte Xbox im Juni mit. "Wir haben die letzten Monate intensiv mit unseren Zulieferern zusammengearbeitet, um nach Alternativen zu suchen. Leider haben sich die Preise für Konsolenspeicher und Arbeitsspeicher um mehr als das 2,5-Fache erhöht. Wir gehen fest davon aus, dass sich diese Kosten bis Herbst 2027 noch einmal verdoppeln werden."