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Trotz 200 Euro Aufschlag: MacBook Air bleibt wegen der Speicherkrise knapp
Erst im Juni hatte Apple die Preise für Macs, iPads und zahlreiche andere Produkte angehoben. Jetzt, einen Monat später, ist klar: Ein höherer Preis zaubert nicht gleich Speicherchips auf den Tisch und so sind die aktuellen MacBook-Air-Modelle bei Apple mit wochenlangen Lieferfristen versehen.
Wer im Online-Shop von Apple aktuell versucht, ein MacBook Air zu kaufen, muss damit rechnen im schlimmsten Fall bis Anfang September warten zu müssen. Wie 9to5Mac und Bloomberg übereinstimmend berichten, ist die Liefersituation des erst im März veröffentlichten Notebooks in den USA angespannt. Nach Informationen von Bloomberg ist auch in Apple Shops die Versorgungslage nicht optimal und Modelle sind oftmals nicht vorrätig.
Eine kurze Auswertung von ComputerBase zeigt, dass die Speicherkonfigurationen des M5-Chips auch in Deutschland unabhängig von der Displaygröße zwischen drei und fünf Wochen auf sich warten lassen müssen. Die größte Wartezeit besteht beim Modell mit 32 GB Arbeitsspeicher. Bei Online-Händlern sind manche Modelle jedoch noch kurzfristig lieferbar. Wer nicht warten möchte, hat daher keine andere Wahl, als bei Drittanbietern fündig zu werden. Hier sei jedoch vorgewarnt, dass die Verfügbarkeit je nach Farbe dennoch eingeschränkt sein kann.
Es ist nicht das erste Mal, dass Kunden abseits von Preiserhöhungen die Speicherknappheit bei Apple zu spüren bekommen: Vor einigen Wochen hat Apple die RAM-Konfigurationen des Mac Studio von 512 GB auf 256 GB und später 96 GB reduziert.
Im Juni hatte der Konzern die Preise für ein MacBook Air durch die Bank um 200 Euro angehoben und begründete dies mit gestiegenen Kosten für den Arbeitsspeicher. Offiziell kommentiert hat Apple die Lieferengpässe beim MacBook Air noch nicht. Informationen von Bloomberg zufolge soll der Hintergrund jedoch erneut die Speicherkrise sein. Arbeitsspeicher sei selbst für den Konzern demnach schwer zu bekommen. Apple soll zudem das MacBook Pro mit 14 Zoll und M5-Chip, also das Einsteiger-Modell der Pro-Serie, bevorzugt mit RAM-Chips beliefern, was die Chipallokation für das MacBook Air zusätzlich beschneidet.
From what I’ve heard, the MacBook Air shortage is indeed tied to the ongoing memory crunch. [...] And I’ve heard the company is prioritizing sales of the entry-level 14-inch MacBook Pro, in part to clear the way for an M6 refresh coming this fall.
Um dem entgegenzusteuern, arbeitet Apple hinter den Kulissen bereits daran, die Verfügbarkeit an Arbeitsspeicher zu erhöhen, und hat dabei den chinesischen RAM-Zulieferer CXMT im Visier. Teile der US-Politik sehen hierin jedoch ein Sicherheitsrisiko. Im November sind in den USA Zwischenwahlen, bei denen weite Teile des Parlaments neu gewählt werden. Diese dürfte eine Umsetzung verzögern, da China-RAM im jetzigen Moment für den Konzern politisch problematisch werden könnte.
Zusätzlich hat Apple auch die alljährlichen Schulrabatte hierzulande bisher nicht gestartet. Vergangenes Jahr fand die „Back to School“-Aktion vom 10. Juli bis zum 21. Oktober 2025 (Apfelwelt) statt. Kunden erhielten beim Kauf von Apple-Produkten indirekt Rabatte, indem sie AirPods 4, AirPods Pro 2, Apple Pencil Pro und Magic Keyboard als Boni dazu bekamen. Die Aktion ist mittlerweile, wenn auch verzögert, in den USA angelaufen. Für Deutschland gibt es hierzu noch keine Informationen.