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Xbox-Entlassungswelle: Jason Schreier spricht von einem bevorstehenden "Blutbad"
Der Insider enthüllt massive Einsparungen zum Ende des Microsoft-Geschäftsjahres. Betroffene Studios wie Ninja Theory kämpfen offenbar um ihre Zukunft.
In den vergangenen Tagen wurde viel über bevorstehende Entlassungen und Studioschließungen bei Xbox berichtet und spekuliert, von offizieller Seite gibt es jedoch bislang keine konkreten Aussagen dazu.
Auch angeblich betroffene Studios wie Compulsion Games, Double Fine und Ninja Theory halten sich bedeckt, doch das bedeutet nicht, dass die gesamte Branche schweigt. Nach den ersten Berichten hat Bloomberg-Reporter Jason Schreier ein neues Video zu dem Thema veröffentlicht.
Einerseits blickt Schreier darin auf einige der schwierigeren Phasen in der Vergangenheit von Xbox zurück und zeigt, wie diese zu den heutigen Problemen geführt haben. Das Ganze gipfelt dann in der "ziemlich brutalen" Situation, die der Sparte nun bevorsteht.
"Wie ich letzte Woche auf Bloomberg berichtet habe, stehen bei Xbox zum Ende von Microsofts Geschäftsjahr am 30. Juni massive Entlassungen an", sagte Schreier in dem Video. "Und wie ich diese Woche ergänzte, befinden sich Studios wie Compulsion (die Entwickler von South of Midnight), Double Fine (das Studioo hinter Kiln und Keeper) und Ninja Theory (die Macher von Hellblade) aktuell in Verhandlungen mit Xbox."
"Sie müssen herausfinden, wie es weitergeht, da sie alle auf der Abschussliste stehen. Und das sind nur die drei Studios, die ich bisher bestätigen konnte. Ich weiß, dass noch weitere Teams in der Klemme stecken und dass die Entlassungswelle das gesamte Unternehmen mit voller Wucht treffen wird."
"Was da passiert, wird ziemlich brutal", ergänzte er. "In Gesprächen mit Leuten, die wissen, was im Hintergrund abläuft, fiel sogar schon das Wort 'Blutbad'. Es wird verdammt ungemütlich."
Es scheint aber nicht so zu sein, dass Xbox darüber nachdenkt, diese Studios sofort zu schließen. Dass man verhandelt, könnte andeuten, dass sich die Teams abspalten oder an andere Unternehmen verkauft werden.
Letztlich herrsche laut Schreier jedoch schon seit rund zehn Jahren eine anhaltende Ungewissheit bei den Xbox Game Studios. Das mache es "verdammt schwer, großartige Kunst zu erschaffen, wenn man in ständiger Angst vor Entlassungen, Turbulenzen und Schließungen arbeitet".
Ob und in welchem Umfang sich die jüngsten Berichte bewahrheiten, werden wir wohl demnächst erfahren. Bis dahin gilt jedoch weiterhin, dass nichts offiziell bestätigt wurde.