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NetBSD 11 bringt RISC-V-Unterstützung und startet VMs schneller
Das NetBSD-Projekt hat die Version 11.0 seines frei verfügbaren Betriebssystems veröffentlicht. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen die Unterstützung der 64-Bit-Prozessorarchitektur RISC-V, eine erweiterte Linux-Kompatibilität sowie ein neuer Kernel für besonders schnell startende virtuelle Maschinen.
Erstmals steht mit NetBSD 11.0 eine stabile Version für 64-Bit-Systeme auf Basis der Prozessorarchitektur RISC-V bereit. Dazu gehören unter anderem Geräte mit StarFive-JH71XX-Prozessoren wie VisionFive 2 und PINE64 STAR64. Auch die Virtualisierungssoftware Quick Emulator (QEMU) unterstützt das Betriebssystem auf dieser Plattform.
Die Entwickler haben zudem die Einhaltung aktueller Programmierstandards verbessert. NetBSD orientiert sich jetzt stärker an den Spezifikationen Portable Operating System Interface (POSIX) 1-2024 sowie dem Programmiersprachenstandard C23.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einer erweiterten Kompatibilität zu Linux. Das Betriebssystem unterstützt zusätzliche Linux-Systemaufrufe, darunter Funktionen für Datei- und Prozessverwaltung, Benachrichtigungen über Dateisystemänderungen sowie Mechanismen zur Ein- und Ausgabe von Daten. Neu ist außerdem eine erste Unterstützung für Rechner mit dem Prozessor Qualcomm Snapdragon X Elite.
Für virtuelle Maschinen führt NetBSD 11.0 einen speziell angepassten MICROVM-Kernel für die Prozessorarchitekturen i386 und amd64 ein. Nach Angaben des Projekts startet dieser Kernel auf x86-Prozessoren ab dem Baujahr 2020 innerhalb von rund zehn Millisekunden.
Auch die Firewall Network Packet Filter (NPF) erhält neue Funktionen. Sie kann den Datenverkehr nun zusätzlich auf der Sicherungsschicht des Netzwerks filtern und Regeln für einzelne Benutzer oder Benutzergruppen anwenden. Die Release Notes dokumentieren die umfangreichen Änderungen und Neuerungen.
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