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EA FC 27: Das neue The Grounds ist wie bei der WM, wo ein Land die ganze Stadt übernimmt
Game Design Director Kantcho Doskov erklärt im Interview die besondere Open-World-Stimmung und verrät, warum die neuen Amps nur temporäre Boosts liefern
Im Rahmen der Vorstellung von FC 27 in Vancouver konnte ich nicht nur zahlreiche Informationen aufsaugen und eine Demo spielen, sondern mich auch kurz mit Entwicklern unterhalten, um ein wenig mehr über die Neuerungen beziehungsweise Änderungen zu erfahren.
So habe ich etwa zehn Minuten lang mit Game Design Director Kantcho Doskov über das neue The Grounds gesprochen sowie Teile der dort stattfindenden Charakterentwicklung. Außerdem wollte ich von Doskov wissen, warum die neuen Amps (mehr dazu in unserer Vorschau) Verbrauchsgegenstände sind. Immerhin kann man die nicht nur durch Erfolge gewinnen, sondern auch käuflich erwerben.
Eurogamer: Du hast erwähnt, dass The Grounds in gewisser Weise aus Clubs entstanden ist? Ich habe mich daher gefragt, ob ihr euch von Anfang an, als ihr mit Clubs angefangen habt, vorgestellt habt, dass es das irgendwann geben würde.
Kantcho Doskov: Du meinst das Open-World-Konzept? Naja, die Inspiration dafür stammt aus mindestens zwei verschiedenen Quellen, und beide verlangten nach denselben Dingen auf leicht unterschiedliche Weise. Die eine Quelle war unsere Clubs-Community, die sich seit vielen Jahren nach einer Reihe von Inhalten sehnt. Da geht es um Aktivitäten, die sie mit ihren Clubkameraden abseits der Ligen und Playoffs tun können, über Dinge, die sie ohne ihre Freunde tun können, bis hin zu solchen Herausforderungen, die den Club voranbringen.
Und dann ist da noch die jüngere Generation an Spielern sowie die Art, mit der sie Gaming sowie soziale Aktivitäten mit ihren Freunden erlebt. Da geht es darum, was man mit seinen Kumpels in diesem gemeinsamen Raum alles tun kann. Alles in allem erkannten wir dabei, dass die Leute mehr Möglichkeiten für soziale Interaktionen wollen, mehr Möglichkeiten, ins Spiel einzusteigen beziehungsweise in einen Raum, in dem man sich gegenseitig sowie die Community sehen kann.
Gleichzeitig dreht sich für uns alles um authentischen Fußball, und so kam das Open-World-Konzept über all diese Vektoren hinweg zusammen. Denn das Spielen im eigenen Hinterhof, auf den Plätzen oder Parks des eigenen Viertels ist genauso authentisch wie das Spielen im Stadion – nur dass die meisten von uns das Fußballspielen eben nicht im Stadion, sondern zuhause erleben.
Auch als wir nicht zuletzt mit den Mentoren ausführliche Interviews geführt haben [Mbappé und andere führen euch durch verschiedene Herausforderungen in The Grounds; Anmerkung der Redaktion], sprachen sie immer wieder davon, wie wichtig diese heimischen Plätze in ihren frühen Jahren waren. Das ist es, worüber sie zum Profifußball gekommen sind und wo sie auch heute noch gerne spielen würden.
Eurogamer: Du hast auch erwähnt, dass ihr The Grounds erweitern werdet. Es wird Jahreszeiten und besondere Events wie Halloween geben. Da es aber diese drei sehr markanten Bezirke gibt, die auf den Merkmalen bestimmter Länder basieren, habe ich mich gefragt, ob ihr noch weitere Teile im Stil anderer Länder hinzufügen wollt?
Doskov: Ja, gute Frage. Um diese Bezirke darzustellen, die auf Merkmalen bestimmter Länder basieren, nämlich Argentinien, Großbritannien und Frankreich, war viel Vorarbeit nötig, um sie so akkurat wie möglich darzustellen. Es würde der Sache deshalb nicht gerecht werden, wenn wir zum Beispiel einfach einen deutschen Bezirk reinwerfen würden. Das ist keine Sache, die wir mal eben so machen können, sondern erfordert große Sorgfalt. Werden wir weitere Bezirke basierend auf anderen Ländern hinzufügen? Das wird irgendwann passieren. Ich weiß nur noch nicht, wann und wie.