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EA-Übernahme: Nach dem 55-Milliarden-Deal könnten Massenentlassungen drohen.
Electronic Arts möchte seine jährlichen Kosten um 700 Millionen Dollar senken. Ein Teil der Einsparungen soll durch „organisatorische Effizienzsteigerungen“ erreicht werden.
Die 55 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Electronic Arts ist kaum abgeschlossen, da richtet sich der Blick auf die möglichen Folgen für die Beschäftigten. Bloomberg-Journalist Jason Schreier rechnet bei EA mit umfangreichen Entlassungen.
Grund dafür sind Sparziele, die der Publisher gegenüber potenziellen Kreditgebern genannt hat. Demnach sollen die jährlichen Kosten um insgesamt 700 Millionen Dollar sinken. Davon entfallen 170 Millionen Dollar auf sogenannte „organisatorische Effizienzsteigerungen“.
Schreier hält wenig von diesem sprachlichen Tarnnetz. „Mit anderen Worten: Massenentlassungen“, schreibt er auf Bluesky.
Wie viele Arbeitsplätze betroffen sein könnten, geht aus den Angaben nicht hervor. EA hat im Zusammenhang mit der abgeschlossenen Übernahme bislang auch keinen neuen Stellenabbau bestätigt. Bei den Massenentlassungen handelt es sich um Schreiers Einschätzung und nicht um eine offizielle Ankündigung des Publishers.
Die genannten Sparziele sind ebenfalls nicht völlig neu. Bloomberg berichtete bereits im März 2026 darüber, als Banken damit begannen, einen Teil der für die Übernahme aufgenommenen Kredite an Investoren weiterzureichen. Durch den Abschluss des Geschäfts und den damit verbundenen Schuldenberg erhalten die Zahlen nun allerdings eine neue Relevanz.
Die „organisatorischen Effizienzsteigerungen“ bilden nur einen Teil der geplanten Einsparungen. Zusätzliche 100 Millionen Dollar sollen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz eingespart werden. Weitere 100 Millionen Dollar verspricht sich EA dem Bericht zufolge von einer Überprüfung und Optimierung seines Spieleportfolios.
Auch dahinter dürften sich Einschnitte verbergen. Eine Konzentration auf besonders profitable Marken könnte kleinere Projekte gefährden oder zur Einstellung von Spielen führen, die den neuen Renditezielen nicht genügen.
EA hat seine Belegschaft schon vor der Übernahme mehrfach verkleinert. Nach dem größtenteils kreditfinanzierten Verkauf muss das Unternehmen nun jährlich rund 1,8 Milliarden Dollar an Zinsen aufbringen. Welche Bereiche dafür tatsächlich Federn lassen müssen, dürfte sich erst in den kommenden Monaten zeigen.