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Arbeitsspeicher für 2027 ausverkauft: KI-Boom sorgt für drastischen Engpass bei DRAM und HBM
Laut Insidern sind die globalen Fertigungskapazitäten der größten Hersteller bereits restlos vergeben. Das könnte sich empfindlich auf die Preise künftiger PC-Hardware auswirken.
Einem neuen Bericht zufolge haben Samsung, SK Hynix und Micron ihre gesamten Produktionskapazitäten für DRAM- und HBM-Speicher für das Jahr 2027 schon jetzt restlos ausverkauft – Nachschub soll es nicht geben.
Das meldet jedenfalls das taiwanische Magazin DigiTimes und beruft sich dabei auf Brancheninsider.
Die taiwanische Tageszeitung DigiTimes ist eines der wichtigsten Branchenblätter für die asiatische IT- und Halbleiterindustrie. Dank sehr enger Kontakte zu den lokalen Zulieferern und Fertigern gelten ihre Berichte zu Hardware-Trends und Produktionskapazitäten weltweit als äußerst zuverlässig.
Dieser Engpass ist natürlich dem aktuellen KI-Boom geschuldet. Wenn ihr denkt, dass die Situation bereits jetzt schlimm ist, scheint sich das noch weiter zu verschlechtern. Die Nachfrage übersteigt das Angebot aktuell bei Weitem. Unternehmen bemühen sich daher darum, langfristige Verträge abzuschließen und sich eine Versorgung für mehrere Jahre zu sichern.
Die aktuelle Situation bedeutet auch, dass manche Firmen für das Jahr 2027 tatsächlich leer ausgehen könnten. Dem Bericht zufolge sollen manche KI-Unternehmen – Namen werden nicht genannt – regelrecht um weiteren Nachschub "betteln". Diesen erhalten sie aber nur, wenn sie dafür tiefer in die Tasche greifen.
Dementsprechend solltet ihr euch darauf einstellen, dass die Preise im kommenden Jahr nicht drastisch – oder überhaupt – nach unten gehen werden. Weiterhin heißt es, dass das DRAM-Angebot für PCs, Laptops und sogar Smartphones im Vergleich zu 2026 "erheblich schrumpfen" wird.
Des Weiteren drohen bei NAND-Flash für SSDs und andere Datenträger Lieferengpässe – wenn auch nicht so dramatisch wie beim Arbeitsspeicher. Laut DigiTimes gibt es für 2027 zwar noch freie NAND-Kapazitäten, doch Experten rechnen damit, dass auch diese Kontingente bis Ende August 2026 restlos ausgebucht sein werden.
Die Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron müssen sich unterdessen auch mit einer Sammelklage befassen. Den Unternehmen wird vorgeworfen, in der aktuellen Krise illegale Preisabsprachen vorzunehmen.