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Capcom ist zuversichtlich: Sonys digitale Zukunft wird ihre Verkaufszahlen kaum beeinflussen
Der japanische Publisher erwartet keine Folgen durch das Aus physischer Medien und verschiebt ein Spiel wegen GTA 6.
Capcom hat in seinem aktuellen Quartalsbericht verraten, dass "rund 90 Prozent [der eigenen] Verkäufe digital" ablaufen. Der japanische Publisher erwartet daher "keine nennenswerten Auswirkungen" auf das eigene Geschäft, während PlayStation offenbar plant, physische Datenträger bis 2028 komplett abzuschaffen.
Diese Aussage stammt aus der Frage-und-Antwort-Runde des Finanzberichts. Ein Investor wollte wissen: "Welche Auswirkungen erwarten Sie mittel- bis langfristig durch den schrumpfenden Markt für physische Spiele?" Capcom macht sich über den Wechsel in eine rein digitale Zukunft offensichtlich keine allzu großen Sorgen. Zusätzlichen Rückenwind dürften die aktuellen Verkaufszahlen liefern. Resident Evil Requiem knackte bereits die Marke von 8 Millionen Verkäufen, während die neue IP Pragmata immerhin 2,5 Millionen Mal über die virtuelle Ladentheke ging.
Damit reagiert Capcom als jüngstes Unternehmen auf Sonys umstrittene Entscheidung. Zuvor meldeten sich bereits andere Publisher wie Sega zu Wort. Dort geht man davon aus, dass "ein digitaler Wandel entscheidend" ist, um die Spielebranche langfristig am Leben zu halten. Für euch als Gamer bringt dieser Wandel in der Regel jedoch handfeste Nachteile mit sich. Verschiedene Analysten haben bereits bewiesen: Im Einzelhandel sind Spiele fast immer günstiger. Wenn ihr das nun mit Sonys (womöglich illegalen) Experimenten rund um dynamische Preise kombiniert, leuchtet sofort ein, warum sich massiver Widerstand gegen die PlayStation-Pläne regt.
Aktuell genießt Capcom in der Gaming-Community einen enorm guten Ruf. Der Publisher lieferte in letzter Zeit nicht nur starke Titel ab, sondern hat auch stets ein offenes Ohr für euer Feedback. Dazu kommt eine scheinbar unschlagbare Formel, wenn es um Remakes geht. All das verschaffte dem Unternehmen in den vergangenen Jahren eine fantastische Ausgangslage. Da für 2026 auch noch Onimusha: Way of the Sword ansteht, kann die Aussicht auf eine rein digitale Zukunft die optimistische Stimmung beim Publisher kaum trüben.
Apropos Onimusha: Capcom hat den Release des Titels kürzlich nach vorn verschoben. Auf die Frage nach den Gründen erklärte das Unternehmen im Finanzbericht: "Wir haben das Gesamtbild betrachtet und uns auf Basis unseres Entwicklungsfortschritts für einen früheren Release entschieden. Auch das aktuelle Marktumfeld spielte dabei eine Rolle." Capcom lässt sich von einer Zukunft ohne physische Medien vielleicht nicht einschüchtern. Der übermächtige Schatten von Grand Theft Auto 6 hat den Publisher aber wohl zumindest ein kleines bisschen nervös gemacht.