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Ikea führt Second-Hand-Marktplatz für Ikea-Family-Mitglieder ein
von André Westphal
Aug. 6, 2026 |
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Ikea hat für seine Kunden mit Family-Mitgliedschaft etwas Neues vorgestellt. So führt man ab dem 14. Oktober 2026 einen Second-Hand-Marktplatz ein. Das geschieht in Kooperation mit dem Partner Ingka NB AB. Über jenen Marktplatz könnt ihr also bald, kostenlose Mitgliedschaft bei Ikea Family vorausgesetzt, direkt Ikea-Produkte an andere Family-Nutzer verkaufen – oder sie ihnen abkaufen.
Bevor der erste Kommentar mahnt, dass Ikea doch schon Second-Hand-Produkte zum An- und Verkauf im Rahmen des Programms „Zweite Chance“ anbietet. Das stimmt, funktioniert aber anders. Denn bei Zweite Chance müsst ihr euer Produkt in eine Filiale transportieren und an Ikea selbst zurückverkaufen. Ikea wiederum bietet es dann selbst anderen Interessierten an. Der neue Second-Hand-Marktplatz für Family-Mitglieder lebt aber von direkten Transaktionen zwischen den Kunden. Ikea bzw. Ingka NB AB stellen dafür lediglich die Plattform bereit – im Grunde ganz ähnlich, wie ihr es ja auch von eBay kennt.
Die Ingka NB AB verantwortet das neue Angebot vollständig – von der Prüfung der Produkte über Preisvorschläge bis hin zum Beschwerdemanagement.
Ihr erhaltet dann nach erfolgreicher Abwicklung den Erlös entweder auf euer Bankkonto ausgezahlt oder ganz nach Wahl als Ikea-Guthabenkarte. Letzteres sieht Ikea wenig überraschend lieber und lockt deswegen mit einem Bonus. Wenn ihr euch für eine Guthabenkarte entscheidet, erhaltet ihr nämlich zusätzlich einen Coupon, der zum Start des Marktplatzes 15 % des Verkaufserlöses beträgt. Allerdings weist man direkt daraufhin, dass die Höhe des Coupons später variieren kann. Die Zahlungsabwicklung übernimmt ein zertifizierter Zahlungsdienstleister. Verkäufer und Käufer müssen also keine Zahlungsdaten austauschen.
Für Verkäufer fallen bei der Nutzung des Second-Hand-Marktplatzes laut Ikea keine Angebots- oder Verkaufsgebühren an. Die Ausgabe der Ikea-Guthabenkarte und des Coupons an den Verkäufer erfolgt jedoch immer erst, nachdem der Käufer das Produkt akzeptiert hat. Deswegen müssen Käufer dann auch im Gegensatz zum Verkäufer blechen. Denn für den Käuferschutz fällt eine Gebühr in Höhe von 5 % des Kaufpreises an, die direkt auf den Kaufpreis aufgeschlagen wird.
Ein paar Einzelheiten bleiben noch offen, etwa erklärt Ikea bzw. Ingka NB AB nicht im Detail, wie es mit Abholung und Versand ablaufen soll. Was man schon offenlegt: Als Teil der Community auf dem Second-Hand-Marktplatz von Ikea Family können Käufer die Verkäufer bewerten – umgekehrt wird das wohl nicht möglich sein, wie es aussieht.
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