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Teurer NAND: Sandisk verfünffacht Umsatz auf fast 9 Milliarden US-Dollar
Sandisk profitiert massiv von der angespannten Lage am NAND-Markt. Im vierten Geschäftsquartal 2026 stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr von 1,9 auf knapp 9 Milliarden US-Dollar. Zwei Drittel des Wachstums zum Vorquartal gehen allein auf höhere Preise zurück.
Für das am 3. Juli abgeschlossene vierte Geschäftsquartal 2026 meldet Sandisk einen Umsatz von 8,965 Milliarden US-Dollar. Im unmittelbar vorhergehenden Quartal waren es noch 5,95 Milliarden US-Dollar, womit innerhalb von drei Monaten ein weiteres Plus von 51 Prozent erreicht wurde. Gegenüber den 1,901 Milliarden US-Dollar des Vorjahresquartals entspricht dies sogar einem Wachstum von 372 Prozent. Im Vorjahreszeitraum stand noch ein Verlust von 23 Millionen US-Dollar in den Büchern.
Dabei zeigt sich besonders deutlich, welchen Einfluss die gestiegenen Speicherpreise derzeit haben. Laut Sandisk entfiel ungefähr ein Drittel des sequenziellen Umsatzwachstums auf höhere Absatzmengen, während rund zwei Drittel allein durch höhere Preise zustande kamen.
Nicht alle Geschäftsbereiche entwickelten sich dabei gleichermaßen. Besonders stark wuchs Sandisk in Rechenzentren. Der Datacenter-Umsatz hat sich gegenüber dem Vorquartal von 1,467 auf 2,977 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt. Im gesamten Geschäftsjahr stiegen die Erlöse des Bereichs sogar von 960 Millionen auf 5,153 Milliarden US-Dollar und damit um 437 Prozent.
Das mit Abstand größte Segment bleibt allerdings „Edge“, zu dem unter anderem NAND-Produkte für PCs, Smartphones und andere Endgeräte zählen. Hier stieg der Quartalsumsatz um 48 Prozent auf 5,432 Milliarden US-Dollar.
Ausgerechnet das klassische Consumer-Geschäft entwickelte sich dagegen rückläufig. Mit Speicherkarten, USB-Sticks und anderen Endkundenprodukten setzte Sandisk 556 Millionen US-Dollar um, 32 Prozent weniger als im vorherigen Quartal und 5 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Trotz der Rekordzahlen reagierten Anleger negativ auf Sandisks Ausblick. Entscheidend dürfte weniger das absolute Umsatzniveau als das nachlassende Wachstumstempo sein. Nach einem Umsatzsprung von 51 Prozent im abgelaufenen Quartal stellt Sandisk für das erste Geschäftsquartal 2027 noch 10,3 bis 10,8 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Gemessen an den zuletzt erreichten 8,97 Milliarden US-Dollar entspräche dies in der Mitte der Prognose einem Wachstum von rund 18 Prozent.
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MAJOR CORRECTION IN MEMORY STOCKS AFTER SANDISK AND WESTERN DIGITAL EARNINGSEntire sector is crashing in the premarket:- $WDC down 16%- $SNDK down 12%- $STX down 6%- $SKHY down 7%- $MU down 6%Both companies beat revenues. SanDisk revenue was up 372% year over year,… pic.twitter.com/lYZLSzeCF0
Auch bei der Bruttomarge deutet sich zunächst kein weiterer Sprung an. Nach 84,6 Prozent im vierten Quartal erwartet Sandisk für das laufende Quartal 83 bis 85 Prozent. Damit bleiben die Gewinnspannen zwar auf einem außergewöhnlich hohen Niveau, das bisherige rasante Wachstum würde sich jedoch zunächst nicht fortsetzen.