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Vorsicht, Kunde: Zu hohe Stromrechnung durch Smart-Meter-Fehler
Wer bei seinem Smart Meter ungewöhnlichen Stromverbrauch feststellt, sollte schnell handeln. Wir erklären, wie Sie Fehler aufdecken und Ihre Rechte durchsetzen.
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Smart Meter erfassen den Stromverbrauch viertelstundengenau und sind die technische Grundlage für dynamische Stromtarife. Die detaillierten Messwerte helfen, den eigenen Stromverbrauch an Börsenpreise anzupassen. Wer große Verbraucher wie E-Autos gezielt in günstigen Zeiten lädt, kann die Stromkosten senken. In Phasen mit Stromüberschuss sind sogar negative Börsenpreise möglich, bei denen man für den Strombezug Geld bekommt.
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Doch die Technik ist auf eine korrekte Zuordnung der Messstelle zum jeweiligen Haushalt angewiesen. Die sogenannte Markt-Location-ID kennzeichnet die Lieferstelle, also den jeweiligen Haushalt; sie ist unabhängig von der eigentlichen Zählernummer. Wird diese ID im IT-System des Messstellenbetreibers oder durch den beauftragten Gateway-Administrator fehlerhaft verknüpft, fließen die Daten des falschen Haushalts in die Abrechnung ein. Dann zahlen Verbraucher unter Umständen die Zeche für den Nachbarn oder rutschen ungewollt in die teure Grundversorgung.
Wer Unstimmigkeiten vermutet, sollte systematisch vorgehen. Der erste Schritt ist die Plausibilitätsprüfung: Stimmt das aufgezeichnete Verbrauchsprofil mit dem tatsächlichen Stromverbrauch im Haushalt überein? Große Verbraucher wie Backofen, Herd, Waschmaschine oder Geschirrspüler erzeugen deutliche Spitzen, die sich in den Viertelstundenwerten niederschlagen müssen. Tauchen dagegen hohe Verbräuche zu Zeiten auf, in denen niemand zu Hause war und keine relevanten Geräte liefen, ist das ein deutlicher Hinweis auf eine fehlerhafte Zuordnung.
Vor weiteren Schritten sollte man jedoch ausschließen, dass nicht unbemerkt andere Geräte im eigenen Haushalt, etwa Heizlüfter oder defekte Geräte, für den Mehrverbrauch verantwortlich sind.
Für die Kontrolle kann man die vom Messstellenbetreiber bereitgestellten Daten nutzen. Wer die Daten lieber lokal und unabhängig auswerten möchte, kann beim zuständigen Messstellenbetreiber den Zugriff auf die lokale Schnittstelle des Smart Meters beantragen.