// GAMESTAR — GAMING
Energie - Solarstrom ist auf dem Siegeszug und knackt im Juli 2026 historischen Rekord – doch der wahre Erfolg bleibt unsichtbar
Solarpaneele brauchen Licht – ein sonnenreicher Monat wie der Juli sind da ein buchstäbliches Geschenk des Himmels an das Stromnetz.-
(Bildquelle: Adobe Firefly, generative KI)
Nachdem 2025 bereits global als das erfolgreichste Jahr der Geschichte für Solar- und Windstrom einging, schlägt 2026 in dieselbe grüne Kerbe. Ganz vorne mit dabei: Deutschland. Niemals zuvor floss mehr Solarstrom ins Netz als im Juli – doch erzählt das sogar nur die halbe Geschichte.
Laut einer Analyse des internationalen Wirtschaftsforums regenerative Energien (IWR) stellte Deutschland im vergangenen Juli einen neuen Solarstromrekord auf, der ins Netz floss: 12 Milliarden Kilowattstunden (kWh). Das entsprach einem Anteil der gesamten Stromversorgung der Nation von ca. 30 Prozent. Sonst liegt Solar im Jahresdurchschnitt klar hinter der Windkraft, wie folgende Zahlen für das gesamte erste Halbjahr 2026 zeigen:
0:23
Wolkenkratzer als 1.000 Meter hoher Energiespeicher
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kletterte der Anteil aller erneuerbaren Energien von knapp 56 auf fast 62 Prozent. Passend hierzu überflügelte Strom aus Sonnenlicht, aufs ganze Jahr betrachtet, schon 2025 erstmals Braunkohle, und liegt auf Platz zwei der Energieträger hinter Windkraft.
Allerdings schafft es Kohle als Ganzes, also inklusive Steinkohle gerechnet, weiterhin vor Solar – doch der Abstand schrumpft zusehends. Eine dauerhafte Doppelspitze der erneuerbaren Energieträger übernimmt wahrscheinlich noch vor den 2030ern die Führung. Spanien hat übrigens der Kohle längst den Rücken zugekehrt.
Währenddessen spielt Solarenergie längst nicht alle Karten offen aus. Denn die ins Netz fließende Strommenge spiegelt nur den Großteil des erzeugten Solarstroms wider – ein erheblicher Teil befeuert nämlich am Standort seiner Erzeugung direkt Elektronik.
Ein für den Juli nicht aus den Daten der Netzbetreiber hervorgehender Anteil liegt im Eigenverbrauch der jeweiligen Häuser. Letzterer steigt aber bekannterweise seit einigen Jahren deutlich, wie wir euch hier kürzlich ausführlich schilderten. Wir können beim Juli 2026 dementsprechend von geschätzt rund 20 Prozent ausgehen, die niemals das Netz erreichen.
In gewisser Weise hat Solar also wahrscheinlich längst Kohle als Energieträger geschlagen, und zwar dort, wo es drauf ankommt: in den Haushalten.
Einschätzung der Redaktion (Gerald Weßel): Bestwerte wie die hier vorgestellten suggerieren einen unaufhaltsamen Erfolgszug – doch das ist nur eine Seite der Medaille. Regenerative Energien, allen voran Solarstrom, mögen zwar global auf dem Vormarsch sein, doch bleibt lokal in Deutschland eine lange Liste an Aufgaben bestehen, darunter komplexe Punkte: