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Südafrika setzt nach fremdenfeindlichen Krawallen auf Schadensbegrenzung
In Südafrika ist in den vergangenen Wochen der Hass auf Migranten aus Nachbarstaaten eskaliert. Viele von ihnen flüchteten. Jetzt versucht die südafrikanische Regierung, den entstandenen Schaden zu reparieren.
Auf den Straßen Südafrikas ist inzwischen wieder weitgehend Ruhe eingekehrt. Aber die fremdenfeindlichen Proteste der vergangenen Wochen und Monate wirken noch immer nach. Die politische Führung steht enorm unter Druck. Im Land erwarten viele, dass die Regierung entschiedener gegen illegale Zuwanderung vorgeht.
In den Nachbarländern ist der Ärger darüber, dass ihre Staatsbürgerinnen und -bürger in Johannesburg, Durban, Pretoria und anderswo Ziel von Hass, Hetze und Gewalt geworden sind, noch längst nicht verraucht.
In vielen Regionen Südafrikas haben Tausende Menschen gegen illegale Migration demonstriert.
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Südafrikas Außenminister Ronald Lamola sagt, es handele sich nicht um ein südafrikanisches Problem. Sein Land stehe lediglich viel mehr unter Beobachtung, weil es in Afrika mit am meisten Migranten aufnehme.
Lamola bemüht sich um Schadensbegrenzung und drängt auf Gespräche mit allen afrikanischen Staaten, um über die Ursachen irregulärer Migration zu beraten. "Wir arbeiten in dieser Angelegenheit auch mit der Afrikanischen Kommission für Menschenrechte zusammen, die Südafrika in Kürze besucht, und werden die entsprechenden Antworten liefern", sagt der Außenminister.
Innenpolitisch wolle die Regierung dafür sorgen, dass bestehende Migrationsregelungen konsequenter durchgesetzt und die Grenzkontrollen verstärkt werden. Außerdem will Präsident Cyril Ramaphosa zehntausend zusätzliche Inspektoren einstellen, die überprüfen sollen, ob Arbeitgeber undokumentierte Migranten beschäftigen.
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Nach Angaben der Regierung sollten in den nächsten drei Jahren umgerechnet rund 500 Millionen Euro für die Sicherung von Landgrenzen, Airports und Seehäfen in die Hand genommen werden. Damit solle illegale Einwanderung und grenzüberschreitende Kriminalität eingedämmt werden.
Daniel du Plessis ist Rüstungsmanager eines Konzerns, der unter anderem Überwachungsdrohnen herstellt. Er halte die angekündigten Investitionen für richtig, sagte er dem Nachrichtenkanal Newzroom Afrika, betonte aber, dass seiner Ansicht nach "Zäune allein das Problem nicht lösen" würden.