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Sprengstoff-Drohne in Leipzig/Halle: Ein Angriff "fremder Mächte" - oder Russlands?
Die Bundesregierung bezeichnet den Drohnen-Vorfall als Angriff "fremder Mächte". Eine Schuldzuweisung an Russland vermeidet sie. Verteidigungsexperten sehen Hinweise auf eine russische Urheberschaft. Was spricht für - was gegen Russland?
Der Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle hat massive Lücken in Deutschland bei der Drohnenabwehr offenbart. Von einem "Zuständigkeitswirrwarr" ist die Rede. Doch auch sicherheitspolitisch stellen sich angesichts dieses "hybriden" Angriffs "fremder Mächte" (Innenminister Alexander Dobrindt) drängende Fragen.
Wer steckt dahinter? Viele Experten zeigen auf Russland als Tatverdächtigen, die Bundesregierung hält sich hier bislang zurück. Was für eine Beteiligung Russlands sprechen könnte - und was dagegen: ein Überblick.
Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr, teilte die Karlsruher Behörde mit.
Am Flughafen Leipzig/Halle war in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne entdeckt und von einem Mitarbeiter zum Absturz gebracht worden. Ein infolge der Sperrung kurz danach durchstartendes Flugzeug kollidierte mit einem unbekannten kleineren Flugobjekt, möglicherweise einer zweiten Drohne.
Exklusiv
06.08.2026
Eine ukrainische Frachtmaschine, neben der die Sprengstoff- Drohne entdeckt wurde, war wohl am Vortag mit Munition beladen.
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Für eine Beteiligung Moskaus spräche, dass Russland eine entwickelte Drohnentechnologie hat und mit einer Reaktion auf die Waffenlieferungen des Westens an die Ukraine gedroht hat.
So veröffentlichte das russische Verteidigungsministerium auch Adressen deutscher und anderer europäischer Rüstungsfirmen. Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew, der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats weiter Einfluss hat, bezeichnete die aufgeführten Unternehmen als "Liste potenzieller Ziele für die russischen Streitkräfte".
"Auf den ersten Blick spricht manches dafür, dass möglicherweise russische Geheimdienste verwickelt sind", sagte der Russland- und Militär-Experte Matthias Uhl im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. Der russische Militärgeheimdienst GRU werde für eine Vielzahl an Operationen im Westen verantwortlich gemacht. Allerdings sei es für Russland schwierig, gegenwärtig eine solche Operation durchzuziehen, weil seine Agenten im Westen unter strenger Beobachtung stünden.