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Doom: Der legendäre Soundtrack-Komponist Bobby Prince ist im Alter von 81 Jahren gestorben
Der Schöpfer der Musik von Duke Nukem 3D und Wolfenstein wurde kürzlich in das US-Nationalarchiv aufgenommen. Weggefährten trauern um die Branchen-Ikone.
Bobby Prince, der Schöpfer des legendären Soundtracks für id Softwares Shooter-Klassiker Doom, ist im Alter von 81 Jahren verstorben.
Wie seine Familie bestätigte (via VGC), starb Robert Caskin "Bobby" Prince III am vergangenen Dienstag. Vor seiner Karriere als Komponist diente er als Zugführer im Vietnamkrieg und arbeitete anschließend in der psychologischen Beratung sowie im Rechtswesen, bevor er seine Berufung in der Videospielmusik fand.
Dabei arbeitete er mit Studios wie id Software und Apogee Software zusammen. Wenn ihr Titel wie Wolfenstein 3D, Rise of the Triad oder Commander Keen gespielt habt, kennt ihr seine Musik. Das Gleiche gilt für Doom und dessen Nachfolger Doom 2.
In den frühen 90er-Jahren revolutionierten id Software und Apogee den PC-Markt mit dem Shareware-Modell. Spiele wie Doom oder Duke Nukem 3D wurden anfangs kostenlos verteilt. Bobby Princes MIDI-Soundtracks prägten die akustische Identität dieser Ära der Ego-Shooter maßgeblich.
Erst im vergangenen Monat hatte die Library of Congress bekannt geben, dass sie den Doom-Soundtrack in das US-Nationalarchiv für Tonschnitt (National Recording Registry) aufgenommen hat. Das Werk von Prince bezeichnete man als einen von 25 neuen "Audioschätzen, die aufgrund ihrer kulturellen, historischen oder ästhetischen Bedeutung für alle Zeiten bewahrt werden sollten".
Everyone at Romero Games is deeply saddened to learn of the passing of Bobby Prince. He left an incredible mark on games and on my life. pic.twitter.com/xy7XBMR3n4
Auf die Nachricht von seinem Tod hat unter anderem Doom-Mitentwickler John Romero reagiert: "Wir alle bei Romero Games sind zutiefst betrübt über das Ableben von Bobby Prince. Er hat die Gaming-Welt und mein Leben unglaublich geprägt."
Auch George Broussard, Mitbegründer von Apogee / 3D Realms, verfasste einen emotionalen Nachruf und nannte Prince "den Inbegriff eines echten Southern Gentleman".
"Bei großen Projekten wie Duke Nukem 3D flog Bobby oft für eine Woche ein", schrieb er. "Ihm war es wichtig, vor Ort zu sein, sich unter das Team zu mischen, mit den Leuten zu quatschen und genau herauszufinden, welche Musik am besten passte."