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Entertainment - Motion Capturing hat seine Ursprünge im Jahr 1915 – jetzt, 111 Jahre später, sorgt Epic für ein wichtiges Update der Technologie
Gehören Motion-Capture-Anzüge bald der Vergangenheit an? Wahrscheinlich dauert es noch, doch es geht voran. (Bildquelle: Wikimedia Commons)
Epic Games hat sich eine KI-basierte Lösung ins Boot geholt, die Motion Capture fundamental vereinfachen soll.
Das Tübinger Startup Meshcapade wurde bereits vor einigen Monaten von Epic aufgekauft und nun wurde die Technologie des Unternehmens auf der State of Unreal im Rahmen des 5.8-Updates der Unreal Engine vorgestellt.
Die Technik soll Motion Capturing ohne Marker und mit nur einer Kamera erlauben. Wir sind weit gekommen: von den Anfängen der Rotoskopie im Jahr 1915 bis zur Unreal Engine 5.8 im Jahr 2026.
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Unreal Engine 5.8: Epic zeigt beeindruckendes neues Update
Bevor die Kameras kamen, zeichneten Animatoren jeden Frame einzeln. Die sogenannte Rotoskopie – das Nachzeichnen von Filmmaterial Bild für Bild – war damals die einzige Möglichkeit, menschliche Bewegungen in Animationen realistisch darzustellen. Das bedeutete aufwendiges Handwerk und stundenlange Arbeit für ein paar Sekunden Animation.
Patentzeichnung für Max Fleischers ursprüngliches Rotoskop aus dem Jahr 1915. (Bildquelle: Wikimedia Commons)
Das änderte sich mit Motion Capture. Schauspieler zogen sich spezielle Anzüge mit Markern an und die Kameras verfolgten die Punkte im Raum. Plötzlich waren komplexe Bewegungsabläufe in Minuten erfasst statt in Tagen gezeichnet. Das hatte allerdings seinen Preis: teurere Hardware, spezialisierte Studios, komplizierte Setups.
Das Wichtigste zuerst: Man braucht keine MoCap-Rigs mehr. Keine Helmkameras. Keine Marker. Nicht mal ein spezialisiertes Studio.
Laut Epic reicht selbst eine einfache Webcam für diese Methode. Die Verarbeitung läuft offline auf eurem eigenen Rechner. Das heißt: keine Cloud, keine Server-Abhängigkeit, keine Wartezeiten bei externen Dienstleistern.