// EUROGAMER.DE — GAMING
Steelseries Arctis Nova Pro Omni im Test: So viel besser ist das neue Premium-Headset der Dänen
Das 400-Euro-Headset liefert Hi-Res-Sound und geniale Features, schwächelt aber leicht beim ANC. Lohnt sich der Umstieg vom alten Pro?
Das Steelseries Nova Pro Omni ist ein kabelloses Premium-Gaming-Headset für PC und Konsolen. Es bietet Hi-Res-Audio, ANC, einen GameHub mit Hot-Swap-Akkus sowie 2,4 GHz- und Bluetooth-Verbindungen. Der Preis zur Markteinführung (2026) liegt bei rund 400 Euro.
Das Steelseries Arctis Nova Pro Wireless ist sowas wie das Schweizer Taschenmesser unter den Premium-Gaming-Headsets: Hoher Komfort, sehr anschlussfreudig, wahnsinnig flexibel, guter Sound, mächtige Software und eine robuste Verarbeitung machen es in der Klasse bis 350 Euro zu einem Gerät, mit dem man wenig falsch macht. Nachdem das gute Stück mittlerweile vier Jahre auf dem Buckel hat und Steelseries in der Zwischenzeit bei der Arbeit am Luxus-Headset Nova Elite eine Menge dazugelernt hat, war es an der Zeit für einen Nachfolger: Das Arctis Nova Pro Omni beerbt das “normale” Pro.
Das Paket ist auf den ersten Blick irrsinnig vertraut, der Formfaktor der gleiche, was Sinn ergibt, setzte Steelseries doch bereits für sein Topmodell Ende letzten Jahres auf dasselbe Chassis-Design. Außerdem ist es eine Idee teurer geworden. Statt der damals 350 Euro sind mittlerweile 400 fällig. Das ist dieser Tage leider nicht anders zu erwarten, aber es ist ja nicht so, als würde dieses Gerät nicht auch versuchen, für das Geld mehr zu liefern. Also, schauen wir uns das mal genauer an.
Der GameHub, der einen Akku lädt, während der andere das Headset am Laufen hält und an dem ihr all die schönen Einstellungen vornehmen könnt, hat nun ein Metallrad. Ansonsten ist es der gleiche Kabelsammler, der auch beim alten Pro Klinken-Ein- und Ausgänge und die Spielgeräte per USB-C empfing. Mit dem Unterschied, dass der Neue einen dritten USB-C-Anschluss mitbringt.
Obwohl das Headset drei Konsolen oder zwei Konsolen und einen PC sowie ein analoges und ein Bluetooth-Abspielgerät bedient, purzeln nur zwei USB-C-Kabel aus der Packung. Ein Klinkenkabel sparte man sich gleich ganz – obwohl das Headset einen Anschluss dafür hat, wenn man es passiv betreiben möchte. Ein wenig schade, aber wenn wir mal ehrlich sind, fliegt irgendwo garantiert noch eines herum. Zusätzlich gibt’s einen Pop-Filter für das Mikro und einen Stoffbeutel für den Transport. Die Verpackung ist durchaus frustfrei und, soweit ich das sagen kann, auch umweltfreundlich gehalten. Es gibt sogar eine Papieranleitung, in der fast alles steht, was man wissen will. Dass mich nach der Entnahme der Geräte aus den Stanzungen der Papphalterung ein erschrockenes Gorillababy anzuschauen schien, ließ mich außerdem kurz schmunzeln.
Schwarz, Weiß und Mitternachtsblau sind die erhältlichen Farben, das Testmuster liegt mir in Weiß vor. Wenn ich das Omni neben das Pro halte, sind sie abgesehen von den Wicked Cushions, die ich irgendwann mal auf das ältere Headset gezogen habe, so gut wie identisch. Mit dem Unterschied, dass auch das Lautstärkerad am neuen Headset aus geriffeltem Metall ist und sich deshalb leichter drehen lässt. Wie schon beim Elite zieht man auch das versenkbare Mikro beim Omni einfacher aus seiner Höhle als beim Pro. Der allgemeine Verarbeitungseindruck ist eine Idee wertiger. Auch weil das Headset beim Verbiegen weniger zu knarzen scheint als das alte. Trotzdem liegt das Gewicht bei beinahe unveränderten (und auf dem Papier nicht gerade leichten) 339 Gramm.
Beim Aufsetzen verpuffen die 339 Gramm zwar nicht restlos, verteilen sich aber derart gleichmäßig, dass jegliche Aussage zum Gewicht, ohne zu spicken, zum Schuss ins Dunkle wird. Es ist wahnsinnig bequem, das Kunstlederpolster wunderbar weich und der Anpressdruck ist im Vergleich zum “Schraubstock” Elite geradezu zärtlich. Das hier hat man einen ganzen Arbeitstag auf dem Kopf, ohne es zu merken, während die Polster nachgiebig genug sind, um sich um die Bügel einer Brille zu legen, sofern ihr nicht das Roy-Orbison-Gedenkmodell von einem Nasenfahrrad s