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Fallout 3 Remaster: Ex-Entwickler sieht Chance für die ursprünglich geplante Vision des Spiels
Das Fallout 3-Remaster könnte deutlich mehr als ein Grafik-Upgrade werden. Ex-Bethesda-Entwickler Nathan Purkeypile erklärt, dass das Original stark unter technischen Grenzen litt – und sieht in der Neuauflage die Chance, die ursprüngliche Vision des Teams umzusetzen.
Nachdem ein Remaster von Fallout 3 mitte Juli offiziell bestätigt wurde, äußert sich nun der ehemaliger Bethesda-Entwickler Nathan Purkeypile zu dem Projekt – und sieht darin die Möglichkeit, eine ursprünglich geplante Vision des Spiels endlich umzusetzen. Die Rückkehr nach Capital Wasteland könnte deutlich umfangreicher ausfallen als eine reine technische Auffrischung.
In einem Gespräch mit The Examined Game auf YouTube erklärte Purkeypile, dass die Entwicklung des ursprünglichen Spiels stark von den technischen Möglichkeiten der damaligen Hardware eingeschränkt worden sei. Speicher, Beleuchtung, Texturen und die Menge an Objekten, die gleichzeitig dargestellt werden konnten, hätten die Entwickler immer wieder vor Grenzen gestellt:
Nathan Purkeypile arbeitete während seiner Zeit bei Bethesda unter anderem an Fallout 3, The Elder Scrolls 5: Skyrim, Fallout 4 und Fallout 76. Auch an frühen Versionen von Starfield war der Künstler beteiligt. Mittlerweile ist Purkeypile nicht mehr bei Bethesda tätig und entwickelt eigene Spiele wie The Axis Unseen und Gone Feral.
„Anscheinend steht es nun fest, dass es einen Remaster von Fallout 3 geben wird, aber ich persönlich freue mich darauf, denn bei der Entwicklung von Fallout 3 waren wir technisch extrem eingeschränkt. Man konnte nur eine begrenzte Anzahl an Lichtquellen platzieren, und auch die Texturen sind ziemlich klein. Außerdem musste man sich ständig Gedanken über den Speicherbedarf machen oder darüber, wie viel Inhalt man auf den Bildschirm bringen konnte.“
Seiner Meinung nach könnte ein Remaster deshalb weit mehr bewirken als schärfere Texturen oder eine höhere Auflösung. Moderne Hardware würde Bethesda die Möglichkeit geben, technische Einschränkungen zu beseitigen, die das ursprüngliche Spiel während der Produktion geprägt haben.
Purkeypile zog dabei auch einen Vergleich zu Remakes von Filmen. Während manche Spieler grundsätzlich skeptisch gegenüber Neuauflagen seien, könnten Videospiele besonders stark von moderner Technik profitieren. Schließlich seien Spiele wesentlich stärker von Hardware-Limits abhängig, wenn es um die Darstellung einer offenen Spielwelt geht.
Noch sind konkrete Details zum Remaster allerdings rar. Auch ein konkretes Release-Fenster ist bislang nicht bestätigt. Interessant ist vor Purkeypiles Einschätzung, dass die ursprüngliche Optik von Fallout 3 nicht vollständig dem entsprochen habe, was die Entwickler eigentlich erreichen wollten. Die technischen Beschränkungen hätten demnach direkt beeinflusst, wie die Welt letztlich aussah.
Neben Purkeypile ist sich aber auch Ex-Designer Bruce Nesmith sicher, dass das Spiel erhebliche Verbesserungen erhalten soll. Vor allem das Gunplay soll vom Remaster profitieren und sich stärker an Fallout 4 inspirieren. Zudem wollten die Entwickler damals eine bedeutend dichtere Spielwelt mit umfangreicherem U-Bahn-System implementieren. Ob dies jedoch ein Comeback feiern wird, bleibt abzuwarten.