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Roblox erwartet sinkende Nutzerausgaben – Aktie bricht ein
Roblox erwartet erstmals sinkende Nutzerausgaben. Der Umbau von Jugendschutz und Algorithmus drückt die Buchungen – die Aktie brach weiter ein.
Die Aktie der Spieleplattform Roblox hat seit einem Jahr 70 Prozent an Wert verloren. Zuletzt brach der Kurs weiter ein, nachdem Roblox im Earnings Call vom 30. Juli einen weiteren Rückgang der Nutzerausgaben in Aussicht gestellt hatte.
Demnach werden Buchungen zwischen 1,58 und 1,65 Milliarden US-Dollar erwartet, was einem Rückgang von 14 bis 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht, sagte Finanzchef Naveen Chopra im Earnings Call. Am 31. Juli schloss die Roblox-Aktie rund 27 Prozent tiefer bei 35,60 US-Dollar – der größte Tagesverlust seit dem Börsengang 2021. Rund 9 Milliarden US-Dollar Marktwert sind damit an einem einzigen Handelstag verlorengegangen. Der jüngste Rückgang fügt sich nahtlos in ein Horror-Jahr für Roblox-Anleger ein. Allein seit Januar hat die Aktie über die Hälfte ihres Wertes verloren.
Verantwortlich für die schwache Monetarisierung macht Chopra vor allem eine Verschiebung im Verhalten der Spieler. Nutzer unter 13 Jahren wandern demnach von den Hits des Jahres 2025 zu neueren und dauerhaft verfügbaren Spielen ab, die pro Stunde weniger Geld einbringen. Das wird von dem umgebauten Empfehlungsalgorithmus verstärkt: Er bevorzugt Spiele mit hoher Langzeitbindung und zeigt kurzfristig monetarisierende Titel seltener an.
An diesem Umbau will Roblox festhalten, obwohl die Firma mit weiteren Rückgängen rechnet: „Die Monetarisierungsschwäche dürfte anhalten“, sagte Chopra den Anlegern.
Schon nach dem ersten Quartal hatte das Unternehmen außerdem eingeräumt, dass die im Januar verschärfte Altersprüfung das Nutzerwachstum bremst. Inzwischen haben 57 Prozent der täglich aktiven Nutzer weltweit eine Altersprüfung abgeschlossen, nach 51 Prozent im ersten Quartal. Zusätzlichen Druck bringt die Regulierung: Die EU-Kommission will Roblox als sehr große Online-Plattform unter dem Digital Services Act einstufen.
Firmenchef David Baszucki sprach von einer Phase der Normalisierung nach einem Jahr mit massivem Wachstum. Tatsächlich legte der Umsatz im Quartal weiter um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Eine Prognose für das Gesamtjahr hat das Unternehmen zurückgezogen.
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