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Drohnenabwehr wird ausgebaut - Bund verstärkt Schutz an Flughäfen
Die Bundespolizei soll künftig für mehr Schutz vor Drohnenangriffen an deutschen Flughäfen sorgen. 300 Spezialkräfte sollen deutschlandweit an acht Standorten im Einsatz sein. Auch mehr Technik zur Abwehr ist geplant.
Die Drohnenabwehreinheit der Bundespolizei soll deutlich größer werden als bislang geplant. Bundesinnenministerin Alexander Dobrindt (CSU) werde eine Weisung an die Bundespolizei geben, wonach die Zahl der Spezialkräfte für diesen Bereich auf 300 steigen soll, teilte eine Sprecherin des Ministeriums mit. Die Spezialkräfte sollen Drohnen aufspüren, abfangen und bei Bedarf unschädlich machen. Bislang ging der Bund von rund 130 Personen aus.
Statt vier Standorten zur Drohnenabwehr in Deutschland seien nunmehr acht geplant, "um schnell und flexibel bei Bedarf vor Ort zu sein". Wo sich die künftigen Standorte befinden sollen, nannte die Sprecherin nicht.
FAQ
07.08.2026
Nicht an allen großen Flughäfen gibt es Technik zur Abwehr von Drohnen.
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An großen Flughäfen laufe zudem der Ausbau von Technik, um Drohnen besser erkennen und abwehren zu können. Das kündigte auch Bundesverkehrsminister Steffen Bilger an. Mobile Kräfte und Geräte könnten bereits kurzfristig verlegt werden. Nach Angaben des Innenministeriums geschah das auch nach dem Vorfall in Leipzig-Halle.
Bestätigt wurden zudem Berichte über ein neues Technologiezentrum für Drohnensicherheit. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt eröffnet die Einrichtung am 18. August im sachsen-anhaltischen Cochstedt bei Magdeburg. Dort sollen Fachleute neue Verfahren entwickeln und erproben.
Der Bundesinnenminister will die Drohnenabwehr laut einem Medienbericht mit einem neuen Forschungszentrum stärken.
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Mehrere Politiker hatten zuletzt Gesetzesänderungen für eine effektivere Abwehr der Bedrohung durch Drohnen ins Spiel gebracht. Der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille sagte hingegen, bei der Drohnenabwehr sehe sich die Bundesregierung, was die rechtliche Lage angehe, gut aufgestellt.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sprach sich zuvor im Deutschlandfunk dafür aus, dass Bundeswehreinsätze auch im Inneren ermöglicht werden sollten. Bei Drohnen könne kaum unterschieden werde, ob es sich um eine außen- oder innenpolitische Bedrohung handele. Daher müsse über eine entsprechende Änderung des Grundgesetzes gesprochen werden, so Günther.