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360-Grad-Kamera: Insta360 X6 geht auf 8K mit 50 FPS und Dolby Vision
Mit der X6 stellt Insta360 die nächste Generation seiner 360-Grad-Kamera vor. Gegenüber der X5 wächst nicht nur die Sensorfläche: Ein neuer 4-nm-Prozessor, 8K50-Aufnahmen, Dolby Vision, längere Akkulaufzeit, mehr Speicher und eine verbesserte KI-Verarbeitung sollen die Kamera bei der Aufnahme und Bearbeitung weiterbringen.
Insta360 hat die X6 als neues Spitzenmodell der X-Serie vorgestellt. Die Kamera bleibt dem grundsätzlichen Konzept der X5 treu, baut die technische Plattform aber in mehreren Bereichen aus. Zu den wichtigsten Änderungen gehören größere Sensoren, deutlich mehr Rechenleistung, höhere Bildraten bei 8K-Aufnahmen, ein größeres beziehungsweise leistungsfähigeres Akkusystem sowie neue Funktionen für die automatische Bildauswahl und Videobearbeitung – und wieder reichlich Zubehör.
Für die Bildaufnahme verwendet die X6 zwei quadratische Sony-Sensoren im 1,1-Zoll-Format. Insta360 spricht von 33 Prozent mehr Sensorfläche gegenüber der X5, deren Sensoren jeweils 1/1,28 Zoll messen. Pro Einzelbild soll die Kamera dem Anbieter zufolge zudem rund viermal mehr Licht erfassen. Damit zielt der Hersteller insbesondere auf bessere Ergebnisse bei schwachem Licht, Gegenlicht und kontrastreichen Szenen.
Die Sensoren werden von einer leistungsfähigeren Rechenplattform unterstützt. Zum Einsatz kommt ein 4-nm-Prozessor mit acht Kernen und einer Taktfrequenz von 3,3 GHz, der von zwei dedizierten Imaging-Chips ergänzt wird. Laut Insta360 steigt die Rechenleistung gegenüber der X5 um 500 Prozent, während die maximale Taktfrequenz um 106 Prozent zunimmt. Gleichzeitig soll der Energieverbrauch der Plattform um 35 Prozent sinken.
Die zusätzliche Rechenleistung wird unter anderem für die interne Bildverarbeitung genutzt. Ein neuer Schwachlichtmodus verwendet zwei Umgebungslichtsensoren, um bei der X6 Flimmern zu reduzieren und mehr Details in dunklen Szenen zu erhalten. „AdaptiveTone 2.0“ analysiert die beiden Objektive unabhängig voneinander und nimmt pro Bild zwei Belichtungen auf. Dadurch soll laut Insta360 ein größerer Dynamikumfang entstehen.
Eine weitere Neuerung ist die native Unterstützung von Dolby Vision. Die X6 analysiert dafür dynamische Metadaten Bild für Bild und passt Kontrast und Helligkeit an. Zusätzlich zeichnet die Kamera mit 10 Bit und mehr als 1,07 Milliarden möglichen Farben auf.
Bei der maximalen Auflösung bleibt es analog zur X5 bei 8K, allerdings erhöht Insta360 die Bildrate. Die X6 kann 360-Grad-Videos mit 8K und 50 FPS aufnehmen, die X5 kommt bei dieser Auflösung auf maximal 30 FPS. Dadurch steht laut Insta360 bei schnellen Bewegungen mehr „zeitliche Auflösung“ zur Verfügung als beim vorherigen Modell.
Die Kamera ist zudem erneut nicht auf 360-Grad-Aufnahmen beschränkt. Im Einzelobjektiv-Modus kann sie mit bis zu 5K und 60 FPS arbeiten. Bei 5K ist ein Bildwinkel von bis zu 170 Grad möglich, während 4K-Aufnahmen mit bis zu 120 FPS für Zeitlupen zur Verfügung stehen. Damit lässt sich die X6 auch wie eine konventionelle Actionkamera ohne 360-Grad-Funktion einsetzen.
Hinzu kommt mit „InstaFrame 2.0“ eine Funktion, die automatisch Menschen, Tiere und andere Objekte verfolgen und daraus in der Kamera ein 4K-Video erzeugen kann. In Verbindung mit dem neuen Klapp-Selfie-Stick mit Fernbedienung kann die Kamera per Joystick ähnlich wie ein Gimbal gesteuert werden. Ein optionaler POV-Kopf-Tracker richtet den Bildausschnitt dagegen an der Blickrichtung des Nutzers aus.
Beim Gehäuse setzt Insta360 auf ein 2,32 Zoll großes OLED-Display mit einer Spitzenhelligkeit von 1.200 cd/m². Das Display bleibt dauerhaft aktiv und soll dadurch auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine bessere Kontrolle des Bildausschnitts ermöglichen. Die vollflächige Touch-Bedienung soll außerdem mit Handschuhen funktionieren.