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Massen künstlicher Songs: Spotify will KI-Künstler klarer kennzeichnen
Künftig sollen Spotify-Nutzer besser erkennen, ob sie Musik echter Künstlerinnen und Künstler hören oder von KI-Profilen. Spotify verspricht mehr Transparenz. Was können Nutzende erwarten?
Mit Künstlicher Intelligenz (KI) eigene Songs zu generieren, ist ziemlich einfach. Oft landen die so entstandenen Stücke dann auf Streaming-Plattformen. Vielen Künstlerinnen und Künstlern bereitet das Sorgen.
Genaue Zahlen veröffentlichen die Streamingdienste Spotify oder Apple Music zum Thema nicht. Streaminganbieter Deezer dagegen gibt Einblick: Im Juni wurde die Hälfte der täglich hochgeladenen Songs durch KI generiert - unglaubliche 90.000 Tracks. Ein neuer Rekord.
Die Plattformen können den Vormarsch der KI-Musik nicht mehr stoppen, auch Spotify nicht. Zukünftig sollen aber Profile von Interpreten, die mit KI erstellt wurden, besser gekennzeichnet werden, wie das Unternehmen aus Schweden mitteilte.
KI-generierte Songs fluten die Streamingdienste - inklusive künstlicher Bands und ihrer Avatare.
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Zur Eindämmung der KI-Musik setzt der Weltmarktführer künftig auch seine mächtigste Waffe ein: den eigenen Algorithmus für Musik-Empfehlungen. Ab Mitte September werden KI-generierte Künstleridentitäten, sogenannte AI Personas, systematisch aus allen automatischen Playlist-Empfehlungen und Radiostreams verbannt.
Bislang profitierten maschinell erzeugte Musikprojekte enorm von der Mechanik des Streamingdienstes: Nutzerinnen und Nutzer hörten entspannte Hintergrundmusik, ohne zu ahnen, dass kein realer Musiker, sondern ein Software-Generator dahinter steckt. Der Algorithmus spülte diese Titel millionenfach in automatische Wiedergabelisten wie Discover Weekly, Release Radar oder in das plattformeigene Radio. Damit soll nun Schluss sein.
Auf Akzeptanz stoßen mittlerweile auch werbefinanzierte Modelle, so sie denn einen Preisvorteil bieten.
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Künftig gilt: Wenn ein Künstlerprofil als "AI Persona" eingestuft wird, verliert es jegliche algorithmische Reichweite. Betroffene Titel werden Hörerinnen und Hörern standardmäßig nicht mehr vorgeschlagen. Die synthetische Musik bleibt zwar auf der Plattform auffindbar, erreicht das Publikum aber nur noch dann, wenn Nutzer dem KI-Profil explizit folgen oder gezielt danach suchen.
In der Spotify-App wird dies durch einen Hinweis kenntlich gemacht. Hörerinnen und Hörer sehen ein Label nun auch direkt in Suchergebnissen oder Titelseiten. Das ist neu. Bislang war dies nur beim Label "Von Spotify verifiziert" der Fall, das aber nur große Künstlerinnen wie Taylor Swift erhalten haben.