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Was könnte gegen Niedrigwasser helfen?
Das Niedrigwasser in Deutschland belastet die Wirtschaft. Auf der Suche nach Lösungen wird auch ein Ausbau der Flüsse diskutiert. Das zieht Kritik nach sich. Welche Argumente und mögliche Alternativen gibt es? Ein Überblick.
Durch die anhaltende Dürre in Deutschland sind die Pegelstände der Binnengewässer weiterhin sehr niedrig, teilweise sogar historisch niedrig. Das führt zu geringen Wassertiefen, die den Tiefgang und damit die Ladefähigkeit der Schiffe beschränken.
Die wirtschaftlichen Folgen können derzeit auf den Wasserstraßen beobachtet werden. Der Gütertransport dort ist eingeschränkt, teilweise sogar eingestellt. Dem Rhein droht in Kaub zwischen Koblenz und Mainz die Zweiteilung. Europas wichtigste Wasserstraße wäre damit nicht mehr durchgängig befahrbar.
Mit Blick auf den Umgang mit dem aktuellen Niedrigwasser herrscht Uneinigkeit in der Bundesregierung, insbesondere über die mögliche Vertiefung von Fahrrinnen. Naturschützer und die Binnenschiffer üben Druck aus.
In Kaub droht wegen des Niedrigwassers die Zweiteilung des Rheins.
Die kurze Antwort der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) lautet: Nein. Extreme Niedrigwasserereignisse werde es auch künftig geben, sagte BfG-Experte Enno Nilson der Nachrichtenagentur dpa. "Hydrologische Extremereignisse waren und sind unter allen zukünftigen Entwicklungen möglich und werden eintreten", erklärt er. Das gelte für Hoch- wie für Niedrigwasser.
Mit dem fortschreitenden Klimawandel gehe einher, dass Niedrigwassersituationen in ihrer Intensität und Dauer zunehmen. Die Niedrigwasserproblematik lasse sich mit Klimaschutzmaßnahmen eindämmen, so Nilson.
Hitze und Trockenheit führten in mehreren europäischen Ländern zu Rekord-Tiefständen großer Flüsse.
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Rechnerisch helfen tiefere Fahrrinnen der Schifffahrt. Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) fordert unter anderem eine Verbesserung der Fahrrinne am Mittelrhein: Zwischen St. Goar und Budenheim, einem Engpass für die Schifffahrt, solle die Fahrrinne um 20 Zentimeter optimiert werden. Das könne bei niedrigen Wasserständen einen konkreten Vorteil bringen: Nach Angaben des BDB könnten Binnenschiffe dort rund 200 bis 250 Tonnen mehr Ladung aufnehmen.
Die Wasserknappheit an deutschen Flüssen führt nicht nur zu Problemen bei der Schifffahrt. Ein Überblick.
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