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Roblox: US-Senat leitet Untersuchung zum Schutz Minderjähriger ein
Der US-Senat hat eine Untersuchung zu Roblox wegen des Schutzes Minderjähriger eingeleitet. Das Unternehmen soll dabei seine Sicherheitsmaßnahmen offenlegen. Gleichzeitig wächst der internationale Druck: Auch in der EU gelten bald strengere Vorgaben für die Plattform.
In den USA hat ein Ausschuss des Senats eine offizielle Untersuchung eingeleitet, bei der geprüft werden soll, wie effektiv Roblox Kinder und Jugendliche auf der Plattform schützt. Im Zentrum stehen unter anderem der Umgang mit Missbrauch sowie mögliche finanzielle Ausbeutung minderjähriger Nutzer.
Die Senatoren Josh Hawley und Dick Durbin vom Unterausschuss für Kriminalität und Cyberterrorismus des Justizausschusses richteten dazu ein Schreiben an Roblox-CEO David Baszucki. Darin fordern sie detaillierte Informationen über die Sicherheitsmaßnahmen des Unternehmens und dessen Vorgehen bei Fällen, in denen Kinder gefährdet oder ausgenutzt werden. Gleichzeitig äußerten die Senatoren den Verdacht, Roblox könnte den wirtschaftlichen Erfolg der Plattform teilweise stärker gewichtet haben als den Schutz seiner jungen Nutzer.
Roblox gehört zu den weltweit größten Gaming- und Spieleplattformen. Nach eigenen Angaben nutzen täglich mehr als 100 Millionen Menschen den Dienst. Gleichzeitig stehen über 44 Millionen von Nutzern erstellte Spiele zur Verfügung.
Roblox hat bereits auf die Untersuchung reagiert. Matt Kaufman, Chief Safety Officer des Unternehmens, betonte die Bedeutung des Kinderschutzes und erklärte: „Roblox basiert auf dem Grundsatz der Sicherheit.“ Das Unternehmen sei zuversichtlich, dem Senat seine umfangreichen Maßnahmen zum Schutz jüngerer Nutzer darlegen zu können.
Roblox wurde eine Frist bis zum 31. August gesetzt, um auf die Forderungen des Senats zu antworten. Sollte das Unternehmen die verlangten Informationen nicht rechtzeitig bereitstellen, könnten weitere rechtliche Schritte folgen.
Allein 2025 und 2026 gingen in den USA immer mehr Behörden mit Klagen vorgehen. International gerät Roblox ebenfalls unter Druck. Qatar, die Türkei und Ägypten haben den Zugang zur Plattform aufgrund von Bedenken hinsichtlich Kindesicherheit und möglicher Ausbeutung eingeschränkt oder verboten. Weitere Länder wie Brasilien und Indonesien haben Maßnahmen ergriffen, die den Zugang jüngerer Nutzer zu bestimmten Inhalten beschränken.
Auch in der EU steht Roblox zunehmend im Fokus der Behörden. Im Juli kündigte die Europäische Kommission an, Roblox ab August als Großplattform einzustufen, wodurch das Unternehmen unter strengere Vorgaben beim Jugendschutz, bei Risikobewertungen und der Transparenz fallen soll.