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Was passiert, wenn ich daran lecke? im Test: Das vielleicht absurdeste Party-Quiz des Jahres
Das kuriose Brettspiel vom Moses-Verlag nimmt sich selbst nicht allzu ernst. Macht das durchgeknallte Rätseln in der Gruppe auch auf Dauer Spaß?
Der Moses-Verlag hat wieder einmal ein gutes Händchen für besondere Quiz- und Ratespiele zu haben. Das ist auch im vorliegenden Fall wieder gut gelungen.
Wenn es einen Award geben würde für den ungewöhnlichsten Namen eines Brettspiels, dann hätte „Was passiert, wenn ich daran lecke?“ vom Moses-Verlag ziemlich gute Siegchancen. Der Untertitel „Das absurde Party-Rate-Spiel“ erscheint dazu absolut passend. Geht es um Quiz- und Ratespiele, dann ist Moses eine gute Adresse. Grund genug also, der Frühlingsneuheit des Verlags eine Chance zu geben. Das Material macht sofort Lust auf mehr. Im Mittelpunkt stehen die 75 übergroßen Hinweiskarten, die wirklich so gerade eben in die Schachtel passen. Haptisch sind sie beeindruckend, doch deutlich mehr hantiert wird mit den insgesamt 23 Fragekarten. Sie sind euer wichtigstes Werkzeug, um den gesuchten Begriffen auf die Spur zu kommen.
Der Moses-Verlag mit Sitz in Kempen hat sich längst einen Namen für unkonventionelle Party- und Ratespiele gemacht. Neben Hits wie dem "Kneipenquiz" ist der Verlag international besonders für die morbide und extrem erfolgreiche "black stories"-Reihe bekannt.
Eine Person schlüpft in die Rolle des Quizmasters, vom Regelwerk liebevoll Hinweisguru genannt. In dieser Funktion greift ihr euch eine Hinweiskarte und seid somit in Kenntnis des gesuchten Begriffs. Euren Mitspielenden werden nun – je nach ihrer Anzahl – zwischen fünf und neun Fragekarten serviert. Sie werden offen in der Tischmitte ausgelegt. Jeder Ratekandidat ist genau einmal am Zug und wählt eine Frage aus, die öffentlich verlesen wird. Euer Job als Hinweisguru ist denkbar einfach. Ihr müsst lediglich den zur Frage passenden Eintrag auf der Hinweiskarte vortragen. Jetzt haben alle die Chance, den gesuchten Begriff zu erraten.
Die Kandidaten notieren im Geheimen ihre Tipps und reichen sie an den Hinweisguru weiter. Wer direkt nach dem ersten Tipp einen Treffer gelandet hat, darf sich über besonders viele Punkte freuen. Die Gewinnpunkte nehmen mit jeder weiteren gestellten Frage ab. Dafür wird’s natürlich mit jeder weiteren Frage an den Guru immer ein Stück weit einfacher, um auf die Lösung zu kommen. Als Hinweisgeber habt ihr ebenfalls Chancen, ein paar Punkte abzusahnen. Gelingt es niemandem, den korrekten Begriff zu erraten, kassiert ihr mächtig ab. Je mehr Personen mitspielen, desto üppiger fällt der Punktgewinn aus.
Dabei seid ihr aber nicht vollständig auf die Unfähigkeit der Ratenden angewiesen, sondern dürft mit der Hilfe von Jokerkarten zweimal in den Verlauf der Raterunde eingreifen. Macht es den Mitspielenden schwer, indem ihr die Karten zum passenden Zeitpunkt einsetzt. Lest beispielsweise nur die letzten vier Worte des Hinweises vor, lasst ein beliebiges Wort aus der Antwort weg oder tauscht sogar gleich die komplette Fragekarte aus. Gezielt eingesetzt, können die Jokerkarten durchaus einen echten Unterschied ausmachen.
In einer Partie werden alle am Tisch natürlich einmal in den Genuss kommen, die Funktion des Hinweisgurus zu übernehmen. Danach müsst ihr nur noch die Punktzahlen vergleichen, um den Sieger zu ermitteln. Das schmale Regelwerk bietet euch außerdem noch eine Variante für größere Gruppen sowie einen kooperativen Modus an, die aber letztlich nach dem gleichen Prinzip funktionieren. Das reine Lesen der Anleitung lässt noch nicht durchblicken, was an diesem Ratespiel – wenn man vom Titel selbst einmal absieht – nun so verrückt und durchgeknallt sein soll. Der eigentliche Witz und der Spielspaß entstehen tatsächlich erst durch die Kuriosität der Fragen selbst.
Den ersten Tipp bekommt die Rategruppe noch gratis. „Was passiert, wenn ich daran lecke?“ Die Antwort erhaltet ihr sachlich und unverblümt. Fühlt euch einfach in die Szene ein. Beinahe könnt ihr es spüren, wie sich das Abschlecken dieses mysteriösen Gegenstands anfühlt. Was zu