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Cyberpunk 2077: CD Projekt Red gesteht unumwunden den dauerhaften Vertrauensverlust bei Fans
Nach dem desaströsen Launch im Jahr 2020 sieht Co-CEO Michał Nowakowski die Wiedergutmachung noch nicht am Ende. Die Hoffnung liegt auf kommenden Projekten.
CD Projekt Red, das Studio hinter The Witcher 4, glaubt, dass seine "vollständige Wiedergutmachung" nach dem katastrophalen Launch von Cyberpunk 2077 im Jahr 2020 noch nicht ganz abgeschlossen ist.
Der Release des Open-World-Action-Adventures verlief so desaströs, dass Investoren von CD Projekt eine Klage gegen das Studio wegen "erheblich irreführender Informationen" erwogen. Zudem erstattete Sony unzufriedenen PS4-Spielern das Geld für Cyberpunk 2077 zurück – und das sogar weit über das übliche Zwei-Stunden-Spiellimit hinaus –, ehe das Unternehmen den Titel kurz nach dem Start komplett aus dem Verkauf nahm.
Im Gespräch mit dem Knowledge-Newsletter von Edge gab Co-CEO Michał Nowakowski nun zu, dass dies eine "herzzerreißende" Zeit für das Studio war – besonders weil der gute Ruf bis dahin ihr "wertvollstes Gut" gewesen sei.
"Ich bin nicht zu 100 Prozent davon überzeugt, dass unsere Wiedergutmachung schon komplett abgeschlossen ist", räumte Nowakowski ein. "Ich bin mir sicher, dass wir das Vertrauen einiger Menschen für immer verloren haben, und das ist auch völlig verständlich. Aber ich hoffe, dass wir es wieder zurückgewinnen können – wenn nicht mit The Witcher 4, dann mit dem, was danach kommt."
"Uns blieben erfahrene, kampferprobte Veteranen und Führungskräfte, die in der Lage waren, eine ganz andere Art von Herausforderung zu stemmen", fügte er hinzu. "Unser Traum ist es, mehr Spiele zu entwickeln. Wir wollen aber niemals zu einem Studio werden, das jedes Jahr ein großes Spiel auf den Markt wirft." Man wolle jedoch nicht den Markt mit Titeln fluten.
Seit dem Launch von Cyberpunk 2077 hat das Team das Ruder jedoch so stark herumgerissen, dass einen Monat nach dem Release des DLCs Phantom Liberty 95 Prozent der über 7.000 abgegebenen Steam-Bewertungen positiv ausfielen. Ein Erfolg, an den Associate Game Director Paweł Sasko laut eigener Aussage zwar "immer geglaubt" hatte, von dem er aber "niemals dachte, ihn tatsächlich noch zu erleben".