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Diablo-Schöpfer David Brevik über Eye of the Beholder: Geniales Spiel, miserables Ende
Der Branchenveteran schwelgt in Erinnerungen an einen echten Dungeon-Crawler-Meilenstein. Trotz dichter Atmosphäre sorgte das Finale für pure Enttäuschung.
Mit Diablo hat David Brevik einen echten Klassiker in der Spielewelt erschaffen. Damals arbeitete er noch als Co-Gründer von Studio Condor, als er das Action-RPG bei Blizzard pitchte.
Daraufhin wurde Condor übernommen und in Blizzard North umgetauft. Diablo erschien, wurde zu einem enormen Erfolg, doch schon seit 2003 arbeitet Brevik nicht mehr bei Blizzard.
Beteiligt war er seitdem an Titeln wie Marvel Heroes und ist aktuell Präsident von Skystone Games – das Unternehmen hat Projekte wie Tiny Bookshop und Mistfall Hunter auf den Markt gebracht.
Das 1991 erschienene Eye of the Beholder ist ein legendärer Dungeon-Crawler aus dem Hause Westwood Associates. Basierend auf dem Regelwerk von Dungeons & Dragons, steuerten Spieler eine Heldengruppe in Echtzeit durch ein Raster-Labyrinth unter der Metropole Waterdeep.
Im Gespräch mit PC Gamer benannte er nun ein ganz besonderes Spiel, das er einerseits liebt, aber das zugleich auch das schlechteste Ende überhaupt hat.
"Ich habe Eye of the Beholder geliebt", sagt er. "Oder besser gesagt: Mich verbindet eine echte Hassliebe mit dem Spiel. Ich hatte es ewig nicht mehr angerührt. Kürzlich erinnerte mich dann ein anderes Spiel extrem daran. Da dachte ich mir: 'Oh, ich sollte es mir unbedingt noch einmal ansehen.'"
Er bezeichnet es als eines der besten Werke, die er jemals gespielt hat: "Ich war total vernarrt in den Titel. Die Grafik, die unglaubliche Immersion. Wir sprechen hier von der Zeit vor Wolfenstein 3D. Echtes 3D gab es damals also praktisch noch gar nicht. Aber dieses Spiel nutzte eine clevere Fake-3D-Optik. Ihr steuert dabei eine Party durch einen Dungeon. Das Ganze läuft komplett rundenbasiert und auf einem Raster ab. Ich hatte mir alle Level akribisch auf Millimeterpapier aufgezeichnet. Ich war wirklich voll drin."
Den Abschluss des Spiels empfand er dann jedoch als Enttäuschung. "Und dann das bittere Ende: Ich besiegte den finalen Boss", fügt Brevik hinzu. "Plötzlich ploppt einfach eine kleine Dialogbox auf. Darin stand nur: 'Herzlichen Glückwunsch, du hast gewonnen!' oder so ähnlich. Direkt danach warf mich das Spiel kommentarlos auf den Desktop zurück. Das ist mit Abstand das schlechteste Ende, das ich je in einem Spiel erlebt habe. Trotzdem liebe ich den Titel abgöttisch. Er ist einfach fantastisch."