// HEISE ONLINE — MOBILE & WEB
Smartphones: Apple schnappt sich 65 Prozent des Premium-Marktes
Trotz der Inflationswelle bei Speicher und Flash scheint es Apple noch zu gelingen, seinen Premium-Anteil zu halten. Das haben Counterpoint-Analysten berechnet.
iPhone, hier Baureihe 16: Apple macht trotz RAM- und NAND-Flash-Krise weiter gute Geschäfte.
This article is also available in
English.
It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.
Apple gelingt es laut einer neuen Branchenuntersuchung weiterhin, den Premium-Markt bei den Smartphones abzuschöpfen. Dabei scheint die aktuelle Preiskrise bei DRAM-Speicherchips und Flash-Modulen, die auch Apple laut eigenen Angaben deutlich und so stark wie nie erwischt hat, wenig Einfluss zu haben. Der Anteil im Premium-Segment, in dem auch die Marge besonders hoch ist, steigt sogar wieder.
Schon seit Jahren ist bekannt, dass Apple zu den Profitkönigen im Handy-Business gehört. Laut dem jüngsten Handset Sales Tracker des Analyseunternehmens Counterpoint macht das gesamte Segment an teureren Smartphones im ersten Halbjahr 2026 jetzt 29 Prozent des Gesamtmarktes aus. „Premium“ sind dabei Geräte, die mindestens 600 US-Dollar kosten – Apples iPhone liegt üblicherweise deutlich darüber. Das Premium-Segment lag im Vorjahreszeitraum noch bei 25 Prozent im gesamten Handy-Markt.
Beherrschende Anbieter sind Apple und Samsung mit zusammen 84 Prozent, ein Plus von zwei Prozent. Apple konnte allein für sich 65 Prozent des Premium-Marktes beanspruchen. Das ist ein Plus von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Samsung blieb stabil bei 19 Prozent. Geschrumpft sind allerdings die „anderen“ Hersteller, vor allem chinesische Anbieter. Sie erreichen nun noch 16 Prozent (Vorjahr: 18 Prozent).
Apple hatte den Premium-Markt allerdings schon einmal stärker im Griff: Noch im ersten Halbjahr 2022 lag Apple im Segment bei 74 Prozent (Samsung: 17 Prozent). Seither haben insbesondere große chinesische Anbieter aufgeholt, deren Premium-Geräte allerdings oft zunächst nur in China angeboten werden – und dann mit Verzögerung oder gar nicht in Europa.
Counterpoint glaube, dass das Premium-Segment künftig weiter wächst. Der Grund: Auch einfache Geräte werden immer teurer und User wechseln dann gleich in die höhere Preisklasse. „Da die Preise für Android-Smartphones der mittleren Preisklasse steigen, verringert sich der Preisunterschied zu Premium-Geräten, insbesondere zu älteren oder im Sonderangebot erhältlichen Flaggschiff-Modellen. Dieser Trend macht Flaggschiff-Smartphones für Verbraucher zu einer attraktiveren Option für einen Gerätewechsel“, schreiben die Analysten.
Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden.
Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden.
Mehr dazu in unserer
Datenschutzerklärung.